Premiere im Duisburger Stadtrat So lief die erste Live-Übertragung der Ratssitzung

Duisburg · Wer schon immer mal wissen wollte, wie eine Ratssitzung abläuft, hatte am Montag dazu Gelegenheit. Zum ersten Mal gab es einen Livestream, bei dem Zuschauer alles Wichtige verfolgen konnten. Wie die Übertragung ablief und wo es noch hakte.

 Achtung, Kamera: Zur Sitzung am Montag gab es einen Video-Livestream.

Achtung, Kamera: Zur Sitzung am Montag gab es einen Video-Livestream.

Foto: Mike Michel

Es ist eine Premiere: Zum ersten Mal wurde am heutigen Montag eine Duisburger Ratssitzung live im Internet übertragen. Im Livestream auf www.duisburg.de/ratssitzung hatten Interessierte die Möglichkeit, den Politikern bei ihrer Arbeit live zuzugucken. Bereits im Juni hatte sich der Rat mehrheitlich auf eine entsprechende Änderung der Geschäftsordnung geeinigt.

So funktioniert das ganze

Insgesamt sind drei Kameras während der Liveübertragung im Einsatz. „Die erste ist auf den Verwaltungsvorstand mit dem Oberbürgermeister gerichtet, die zweite zeigt den Saal in der Totale, die dritte wird den jeweiligen Redner heranzoomen, damit die Zuschauer denjenigen sehen können, der gerade spricht“, sagt Stadtsprecher Peter Hilbrands. Trotz des Ratsbeschlusses musste vorab jedes Ratsmitglied noch einmal separat seine Einwilligung erteilen.

Das lief gut

Pünktlich um 15 Uhr ging es los. Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hat die Ratssitzung eröffnet – und begrüßte direkt die virtuellen Zuschauer. „Ich grüße insbesondere die Zuschauerinnen und Zuschauer, die die heutige Sitzung des Rates das erste Mal im Internet verfolgen“, sagt OB Link. Zunächst weist er jedoch nochmals auf die drei Kameras hin. Und auf den Fakt, dass die Übertragung auch im Nachhinein zu sehen ist.

Das ist verbesserungswürdig

Als der OB über die Vorlage zum Haushaltsplan spricht, ist plötzlich der Ton weg – für einige Minuten. Deshalb wird die Information „Tonausfall. Fehler wird gesucht“ für Zuschauer eingeblendet. Als es dann weiter geht, rauscht und hallt es stark. OB Link nimmt es mit Humor: „Das war unser letzter Soundcheck“.