Duisburg: Eine neue Pfarrerin für Friemersheim

Kirche : Eine neue Pfarrerin für Friemersheim

Das Presbyterium wählt Anne Petsch (50) zur Nachfolgerin von Thomas Gregorius. Theoretisch können Gemeindemitglieder noch Einwendungen vorbringen. Auch die Landeskirche muss dem Beschluss noch zustimmen.

Am Ende sprachen sich die Presbyter für die erfahrenere Kandidatin für den Posten des Gemeindeoberhauptes aus. Anne Petsch (50) heißt die neue Pfarrerin der Kirchengemeinde Friemersheim. Sie setzte sich gegen Oliver Mahn (32) durch, der bekanntlich in den vergangenen Wochen ebenfalls zu einer Probepredigt in die historische Dorfkirche gekommen war.

Anne Petsch versieht bald neben Pfarrer Ingo Schäfer den Pfarrdienst in der Gemeinde. Und folgt damit auf Thomas Gregorius, der die Gemeinde in Richtung Bundespolizei verlassen hat, um dort als Seelsorger zu arbeiten.

Anne Petsch erhielt das einstimmige Votum des Presbyteriums. Bei dieser Gruppe handelt es sich übrigens um das gewählte Leitungsorgan der Kirchengemeinde. Wolfram Syben, Superintendent des Kirchenkreises Moers – er hatte die Wahl geleitet, wünschte der Gemeinde gutes Gelingen und Gottes Segen auf der neuen Wegstrecke.

Das ist sie: Anne Petsch ist in Oberhausen geboren und verbrachte ihre Schulzeit in Moers. Studiert hat sie in Wuppertal, Münster, Madurai (Südindien) und Heidelberg. Ihr Vikariat absolvierte sie in Krefeld-Bockum, ihren Probedienst in Straelen-Wachtendonk. Anschließend arbeitete sie als Krankenhausseelsorgerin in Essen. 2007 wechselte sie in den Kirchenkreis an Sieg und Rhein, arbeitete an der Kinderklinik Sankt Augustin als Seelsorgerin. 2013 übernahm sie eine Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Eitorf. „Ich freue mich sehr über die Wahl, auf die Menschen und meine Zeit in Friemersheim“, erklärte sie nach der Wahl.

Wie geht es weiter im Procedere? Innerhalb von drei Wochen haben konfirmierte Gemeindeglieder über 16 Jahre die Möglichkeit, Einspruch gegen die Wahlentscheidung zu erheben. Ein möglicher Einspruch geschieht laut Aussage des Kirchenkreises Moers mit einem begründenden Brief an den Superintendenten.

Neben der Gemeinde hätte theoretisch eine weitere Stelle ein Vetorecht. Auch die Rheinische Landeskirche muss dem Beschluss des Presbyteriums noch formal zustimmen. Dass sie dies tun wird, hält Pfarrer Ingo Schäfer für sicher: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Frau Petsch im Frühjahr bei uns beginnen kann und freue mich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Kollegin.“

Mehr von RP ONLINE