Duisburg: DVG weitet Projekt myBUS auf das ganze Stadtgebiet aus

Projekt wird ausgeweitet : MyBus nun in ganz Duisburg verfügbar

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) weitet das Angebot auf das ganze Stadtgebiet aus. Ab Freitag können Kunden Strecken überall in Duisburg fahren. Die Genehmigung gilt bis Ende September 2020.

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) weitet das Angebot myBus auf ganz Duisburg aus. Wie die DVG mitteilt, hat das Verkehrsunternehmen am Montag die Genehmigung vom Straßenverkehrsamt bekommen. Schon ab Freitag fahren dann die ersten Fahrzeuge im gesamten Stadtgebiet und bringen Kunden freitags und samstags zwischen 18 und 2 Uhr von einem individuell wählbaren Startpunkt ans gewünschte Ziel – ganz ohne Haltestellen und Fahrpläne.

„Wir freuen uns, myBus nun allen Duisburgern anbieten zu können“, sagt Birgit Adler, Projektleiterin und Bereichsleiterin Betrieb und Markt bei der DVG. Die Ausweitung des Projekts auf das komplette Stadtgebiet sei ausdrücklicher Wunsch der Kunden gewesen, wie sie sagt. „Wir haben in der Vergangenheit viele Rückmeldungen von Fahrgästen erhalten, die das Projekt toll finden, myBus aufgrund des begrenzten Bediengebiets bisher aber nicht nutzen konnten.“

Projektleiterin Birgit Adler steht vor einem myBus. Die Fahrzeuge sind ab Freitag in ganz Duisburg unterwegs. Foto: RP/Jan Luhrenberg

Bis zuletzt und seit gut einem Jahr waren die silber-roten Busse der DVG lediglich in der Innenstadt und in den Stadtteilen Wanheimerort, Hochheide, Homberg, Rheinhausen, Ruhrort, Neuenkamp und Meiderich unterwegs. Doch schon damals hieß es von der DVG, dass das Angebot ausgeweitet werden solle. Das Projekt gibt es insgesamt bereits seit September 2017. Damals haben die Busse nur die Innenstadt angefahren.

myBus punktet ab dem Wochenende nicht nur durch ein ausgedehntes Bediengebiet, sondern auch mit günstigeren Fahrpreisen (siehe Infobox). „Mit dem Aktionspreis wollen wir den Fahrgästen in den nächsten Wochen die Möglichkeit geben, das Angebot zu testen und damit noch mehr Menschen davon zu überzeugen, auf den eigenen Pkw zu verzichten“, sagt Adler. Der Aktionspreis gelte bis Ende September. Die Fahrtkosten richten sich weiter nach der Entfernung. Je länger die zu fahrende Strecke ist, desto teurer ist die Fahrt. Abokunden, Kinder, Menschen mit Behinderung und Mitfahrer zahlen weniger.

Trotz des größeren Bediengebiets sind weiterhin fünf Busse auf Duisburgs Straßen unterwegs. Dennoch hätte jeder die Gelegenheit, das System auszuprobieren, verspricht DVG-Sprecher Ingo Blazejewski. „Wir erhoffen uns durch die Größe des Bediengebiets, dass viele Leute auf der gleichen Strecke unterwegs sind und sich einen Bus teilen“, sagt er.

Das Projekt myBus sei noch in der Experimentierphase, ergänzt Adler. Deshalb könne es zu Wartezeiten kommen, wenn der Andrang auf die fünf Fahrzeuge groß sei. Es gelte zunächst mit den fünf Fahrzeugen auszuprobieren, wie viele Fahrten tatsächlich in ganz Duisburg nachgefragt werden und wo und wann diese Fahrten stattfinden. „Geht myBus dauerhaft in Betrieb, kann die Flotte auf emissionsarme und barrierefreie Fahrzeuge umgestellt oder erweitert werden“, sagt die Projektleiterin.

Die Strecke, die mit einem myBus maximal gefahren werden kann, ist weiterhin auf 15 Kilometer begrenzt. „MyBus soll eine Ergänzung zum ÖPNV sein und nicht das Taxi-Gewerbe untergraben“, erklärt Adler diesen Schritt. Zwar kann ein Kunde so nicht einmal komplett durch Duisburg fahren, doch längere Strecken zu wichtigen Punkten sind trotzdem möglich. „Man kommt schon recht weit“, sagt Adler und nennt die Strecke zwischen Walsum Rathaus und Innenstadt als Beispiel. Für weitere Strecken müsse der ÖPNV oder ein Taxi benutzt werden.

MyBus kommt derweil insgesamt gut bei den Duisburgern an. Pro Wochenende fahren bislang circa 100 Kunden mit den Fahrzeugen. Vor allem bei großen Veranstaltungen wird myBus gerne und häufig genutzt.

(jlu)
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