Duisburg und Düsseldorf betroffen Bahnsperrungen im Ruhrgebiet sind planmäßig angelaufen

Update | Duisburg · Die Bahn baut – und legt dafür in den Osterferien den Verkehr zwischen Ruhrgebiet und Rheinland weitgehend lahm. Das hat massive Auswirkungen auf gut ein Dutzend Regionallinien und den Fernverkehr. Als Ersatz sollen Busse fahren. So lief der Start am Wochenende.

Rund um das Bahnkreuz Duisburg fährt zurzeit kaum ein Zug.

Rund um das Bahnkreuz Duisburg fährt zurzeit kaum ein Zug.

Foto: dpa/Christoph Reichwein

Die Bahn sperrt während der Osterferien wie berichtet wichtige Strecken zwischen dem westlichen Ruhrgebiet und dem Rheinland. Rund um Duisburg fährt seit Freitagabend an für gut zwei Wochen kaum ein Zug. Fernzüge würden bis zum 8. April weiträumig umgeleitet, teilte die Bahn.

Nachdem am Vorabend die Bahnstrecke zwischen dem westlichen Ruhrgebiet und dem Rheinland gesperrt wurde, sei der Schienenersatzverkehr wie geplant gestartet, sagte ein Bahnsprecher am Samstag. Der Verkehr laufe nun insgesamt „den Umständen entsprechend“, weitere Einschränkungen darüber hinaus gebe es für die Reisenden nicht.

Seit Freitagabend ist in Duisburg die Strecke gesperrt, um zahlreiche Bauprojekte voranzutreiben. Im Nahverkehr fallen bis zum Ende der Osterferien in zwei Wochen viele Züge ganz aus und werden durch Busse ersetzt, im Fernverkehr werden ICE weiträumig umgeleitet. Die Sperrung in der beliebten Reisezeit wirkt sich auf viele Städte im Ruhrgebiet aus: In Duisburg, Oberhausen, Mülheim und Düsseldorf-Flughafen hält während der Sperrung bis zum 8. April so gut wie kein Fernzug. Auch in Köln, Düsseldorf Hauptbahnhof, Essen und Dortmund haben die Bauarbeiten Auswirkungen für ICE-Verbindungen. Im Nahverkehr müssen die meisten Pendler zwischen Essen, Oberhausen, Duisburg und teilweise bis nach Düsseldorf auf den Schienenersatzverkehr umsteigen.

Die wichtige Strecke im Ruhrgebiet war in den vergangenen Herbstferien schon einmal gesperrt - und auch für knapp zwei Wochen (22. Juli. bis 2. August) während der kommenden Sommerferien hat die Bahn dort bereits eine Sperrung angekündigt.

Während der Sperrung in den Osterferien will die Bahn Brücken modernisieren, Lärmschutzwände bauen und Oberleitungen erneuern. Außerdem würden zusätzliche Weichen eingebaut, um Züge flexibler über die Strecke leiten zu können. Die Arbeiten seien in die Ferienzeit gelegt worden, weil dann weniger Fahrgäste unterwegs seien, teilte das Unternehmen mit.

Ausfälle und Umleitungen gibt es allein im Nahverkehr auf gut einem Dutzend Linien. Betroffen sind die Linien RE1, RE2, RE3, RE5, RE6, RE11, RE19, RE42, RE44, RB32, RB33, RB35 sowie die S1. Hinzu kommt, dass Pendler auch nicht wie beim letzten Mal auf die Linie S6 zwischen Essen und Düsseldorf ausweichen können – die Strecke ist wegen eines Hangrutsches seit Wochen gesperrt.

Dafür gebe es Ersatzbusse auf den Strecken Oberhausen-Duisburg, Essen-Mülheim-Duisburg sowie Essen-Düsseldorf. Wer in den Auskunftssystemen der Bahn nach seiner Verbindung suche, sehe dort, wie man trotz der Sperrungen um Umleitungen ans Ziel komme, teilte die Bahn mit.

(atrie/dpa)
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