Duisburg: Diese Tipps helfen gegen Hitze

Temperaturen bis zu 35 Grad : Diese Tipps helfen gegen die Hitze

In den kommenden Tagen nimmt der Sommer noch einmal Fahrt auf. Eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 35 Grad rollt auf Duisburg zu. Wir haben uns nach Tipps umgehört, die etwas Linderung verschaffen können.

Feldbrände, Betretungsverbote für Waldflächen, vertrocknete Wiesen und ein Verbot von Grabkerzen auf Friedhöfen – die Sommerhitze hält Duisburg und die Region fest in ihrem Griff. Auch in den kommenden Tagen ist keine Linderung in Sicht. Im Gegenteil: Für Donnerstag sind Temperaturen von bis zu 36 Grad angekündigt. Die RP hat sich deshalb nach Tipps umgehört, die in der Hitzeperiode etwas Linderung verschaffen können.

Viel trinken, aber richtig: Die Apotheke am Sonnenwall in der Innenstadt hat auf ihrem Weblog einige Tipps zusammengestellt. Einer davon klingt naheliegend, ist aber wohl der wichtigste Tipp überhaupt, wenn es um die Gesundheit geht. „Rechnen Sie bei den derzeitigen Temperaturen ruhig ein Glas Wasser, verdünnten Tee oder verdünnten Fruchtsaft pro Stunde ein“, sagt Apothekerin Corinna Scherff. „Trinken Sie möglichst lauwarme Flüssigkeiten, denn auch wenn das eisgekühlte Wasser noch so verführerisch ausschaut: es wird unserem Körper unnötig viel Energie abverlangen, um einen Temperaturausgleich im Körper zu erreichen.Vermeiden Sie alkoholische Getränke, da sie die Blutgefäße zusätzlich erweitern und den Körper weiteres Wasser entziehen.“

Kinder und Senioren vor der Sonne schützen: Ein weiterer Tipp der Sonnenwall-Apotheke betrifft die Schwächsten unserer Gesellschaft. Laut Apothekerin Scherff sind ältere Menschen sowie Kinder besonders gefährdet. „Ältere Menschen und kleine Kinder sollten der direkten Sonnenstrahlung – vor allem in der Mittagszeit – möglichst nicht ausgesetzt werden“, sagt sie. „Sorgen Sie dafür, dass die Wohnung mit Hilfe von Sonnenschutz-Vorrichtungen möglichst ganztägig als kühler Rückzugsort dienen kann. Vermeiden Sie auf jeden Fall Ventilatoren, da die aufgewirbelte Luft eher die Austrocknung fördert und zudem oftmals zu Augen- und Ohrenbeschwerden führen kann.“

Achtung beim Sport: Dass es heiß wird, heißt nicht, dass Sie gänzlich auf ihre tägliche Sporteinheit verzichten müssen. Doch Achtung: Dass Wetter macht einige Anpassungen ihres Sportprogramms nötig, um Gefahren vorzubeugen. „Verlegen Sie Ihre Joggingrunde in die frühen Morgenstunden und vergessen Sie nicht, genügend zu trinken“, sagt die Apothekerin. „Für die Flüssigkeitszufuhr unterwegs eignen sich diverse im Handel angebotene Trinkflaschen für Sportler. „Schützen Sie unbekleidete Körperteile mit einer wasserfesten Sonnencreme.“ Außerdem sei es wichtig, vor der Dusche nach dem Sport eine etwas längere Nachschwitzphase von etwa 15 Minuten einzulegen. Außerdem sei eine Dusche mit allzu kühlem Wasser zu vermeiden. Das sei zu anstrengend für den Körper.

Tipps fürs Büro: Auch der Unternehmerverband hat sich hinsichtlich der Hitze seine Gedanken gemacht. Der wohl wichtigste Hinweis: Ein gesetzlicher Anspruch auf „hitzefrei“ besteht nicht. Doch Arbeitgebern stehen darüber hinaus einige Mittel zur Verfügung, um ihren Angestellten das Leben leichter zu machen. Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, etwa hat für seine Mitarbeiter die Arbeitszeitregeln vorübergehend flexibilisiert: „Wer mit der Wärme nicht gut zurecht kommt, kann früher anfangen und dann auch früher gehen, die Mittagspause ausdehnen oder nachmittags kurzfristig Urlaub nehmen“, erläutert Schmitz.

Wenn es keine Möglichkeiten gebe, die Arbeitszeiten zu verändern, würden gegen das Aufheizen der Büroräume zunächst einmal die bewährten Rezepte helfen: Während Jalousien und Fenster tagsüber unbedingt geschlossen bleiben sollten, sei morgens zunächst großzügiges Lüften gegen allzu große Hitze sinnvoll. Auch am Arbeitsplatz gelte zudem: viel Wasser trinken. „Indem Getränke bereitstellt werden, kann der Chef schon eine ganze Menge tun, damit auch die ‚körpereigene Klimaanlage‘ der Mitarbeiter in Gang kommt“, sagt Schmitz. Koffeinhaltige Getränke, also auch Kaffee, zählten nicht zu den besten Durstlöschern: Sie seien schweißtreibend und belasteten den Kreislauf. Eine weitere Möglichkeit für Arbeitgeber könnte es sein, die Kleiderordnung im Büro etwas aufzuweichen. „Über Krawattenzwang lässt jeder Arbeitgeber mit sich sprechen“, ist Schmitz sicher.

Autofahren: Erster Ansprechpartner für Hitzetipps in Sachen Autofahrt ist der ADAC. Neben gutem Lüften vor Fahrtantritt empfiehlt der Automobilclub vor allem Vorsicht im Umgang mit der Klimaanlage. Wer die Temperatur im Auto zu stark herunterkühle, könne Kreislaufprobleme bekommen, teilt ein Sprecher des ADAC mit. Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur sollte deshalb nicht größer als sechs Grad sein. „Sie sollten alle Lüftungsdüsen öffnen und so einstellen, dass der Luftstrom möglichst über die Schultern der vorne sitzenden Personen geblasen wird“, sagt der Sprecher. Ziele der kühle Luftstrom direkt auf die Atemwege, bestehe erhöhte Erkältungsgefahr.

Sonnenschutz im Auto: Was für den Strand gilt, gilt auch auf längeren Autofahrten. Ein guter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist auch bei längeren Fahrten unerlässlich. „Viele Autofahrer glauben, dass sie hinter der Autoscheibe vor direkten Sonnenstrahlen geschützt sind“, sagt der ADAC. „Das stimmt jedoch nur bedingt. Für einen optimalen Schutz kann man die hinteren Seitenfenster mit einer speziellen Sonnenschutzfolie bekleben. Diese filtert nicht nur die UV-, sondern auch die Infrarot-Strahlung aus, die für die Hitze im Fahrzeug verantwortlich ist.“ Wichtig dabei: Die Frontscheibe und die vorderen Seitenfenster seien für Folien tabu.

Parken: Beim Parken gilt laut ADAC: je schattiger, desto besser. Besonders schwarze Autos heizen sich durch Sonneneinstrahlung auf. Was viele übersehen: Die Sonne wandert im Uhrzeigersinn weiter. Deshalb müsse man den Lauf der Sonne in die Überlegung mit einbeziehen, heißt es vonseiten des ADAC. Wer in der Sonne parken müsse, sollte einen Sonnenschutz hinter der Windschutzscheibe anbringen. Perfekt sei ein Thermo-Scheibenschutz, der auf der Scheibe liege und die Sonne reflektiere. Sitze könnten darüber hinaus mit einem hellen Tuch abgedeckt werden. Vor allem aber gelte: Niemals Kinder und Tiere im Fahrzeug zurücklassen – egal zu welcher Jahreszeit.

Mehr von RP ONLINE