Duisburg: Die Prinzen liefern tolles Konzert in der Kirche

Kirchen-Konzert der Leipziger Pop-Band : Eine Prinzen-Gala vom Feinsten

Im vollbesetzten Neumühler Dom gab es ein Benefiz-Konzert mit der vor allem in den 90er-Jahren erfolgreichen Band „Die Prinzen“ aus Leipzig.

Hohen künstlerischen Besuch gab es am Freitagabend wieder einmal in der vollbesetzten Katholischen Kirche Herz Jesu im Stadtteil Neumühl. Zu Gast im Gotteshaus, das sich mittlerweile als hochkarätiger Veranstaltungsort erwiesen hat, waren „Die Prinzen“ aus Leipzig. Keine deutsche Pop-Band ist so prädestiniert sich der Herausforderung von Pop-Konzerten in Kirchen zu stellen. Auf ihrer großen Kirchen-Tournee durch Deutschland machten die Prinzen jetzt auch Station in Neumühl. Mit fast sechs Millionen verkauften Tonträgern gehört die Gruppe zu den erfolgreichsten Pop-Bands Deutschlands.

Was zunächst 1987 als Gruppe „Die Herzbuben“ anfing, änderte sich 1991 in „Die Prinzen“. Längst sind sie zu einer Institution in der deutschsprachigen Musikszene geworden. Das, was die fünf Herren jetzt präsentierten, war schön majestätisch. Die Wegbegleiter haben auch nach 25 Jahren immer noch nicht an Frische verloren. Für sie sind Kirchen-Konzerte nichts Außergewöhnliches, schließlich wurden sie im Thomanerchor Leipzig und im Dresdener Kreuzchor ausgebildet.

An diesem Konzertabend gab es mit dem Tenor und Gründungsmitglied Sebastian Krumbiegel, Bariton Tobias Künzel, Tenor Wolfgang Lenk und dem Bassisten Jens Sembdner sowie dem zweiten Bariton Henri Schmidt Vieles zu hören, was deutsche Pop-Geschichte geschrieben hat.

„Da seid ihr ja wieder“, meinte ein gut aufgelegter Sebastian Krumbiegel. Dabei ist es schon einige Zeit her, seitdem die Sänger in Duisburg zuletzt gesungen hatten. Die fünf Herren begannen zunächst mit lateinischem A-Cappella-Gesang, so wie man es in katholischen Kirchen gewohnt ist, und gingen dann sofort über in ein Programm, das das Prädikat „Sehr gut“ verdient hat.

Zu hören gab es Lieder wie „Das alles ist Deutschland – das alles sind wir“, „Es war nicht alles schlecht“, „Ich will zurück ins Paradies“ oder „Die Melodie“. Wer ein Fan dieser Gruppe ist, kannte sämtliche Lieder. Mit dabei waren auch einige traurige Weisen, wie beispielsweise „Nie mehr Liebeslieder“ und „Er steht im Regen“.

Als dann aber die berühmten Hits gesungen wurden, entstand wohl Duisburgs größter Chor. Alle Besucher sangen und klatschten kräftig mit bei Als „Ich wär so gerne Millionär“, „Der Mann im Mond“, „Küssen verboten“ und „Alles nur geklaut“. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Unterstützt wurden die Sänger von einer Live-Band. Dazu gab es immer wieder wechselnde Farben im Gotteshaus. Das machte die Veranstaltung zu einem eindrucksvollen, unvergessenen Erlebnis. Zudem diente dieses Event auch noch einem guten Zweck. Vor der Veranstaltung erklärte Pater Tobias, der „Hausherr“, dem Publikum, dass für das Projekt Lebenswert – Rat und Tat für Bedürftige – gesammelt würde.

Nicht nur die Prinzen waren von der Kirche begeistert, auch das Publikum gab stehende Ovationen und minutenlangen Beifall sowie „Zugabe“-Rufe, so dass sich die Sänger entschlossen, nach einer fast zweistündigen ununterbrochenen Show noch drei Zugaben zu geben. Ein tolles Konzert mit majestätischem Wert, das sicherlich noch lange auf sich einwirken lässt.

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