Duisburg: Die neue Saison der Kammerkonzerte bietet viel Abwechslung

Kammerkonzerte : Vom Barock in die Gegenwart

Die zehn Duisburger Kammerkonzerte der neuen Saison 2019/20 versprechen viel reizvolle Abwechslung.

Die Reihe der Kammerkonzerte in der Philharmonie Mercatorhalle hat am Sonntag, 15. September, mit dem Trio Imàge begonnen. Auf dem Programm standen die Uraufführung eines neuen Werks des Bulgaren Peter Kerkelov, das Klaviertrio a-Moll op. 4 von Siegfried Fall – der Bruder des ungleich bekannteren Operettenkomponisten Leo Fall wurde 1943 im KZ ermordet – und das meisterhafte Klaviertrio f-Moll op. 65 von Antonín Dvorák.

Als kompletter Kontrast kümmern sich die Sopranistin Hana Blažíková und das Barockensemble nuovo aspetto im zweiten Kammerkonzert am 13. Oktober um „Haydns Entdecker“ Johann Georg Reutter.

Die Pianistin Anna Malikova, Duisburgs „Artist in Residence“ (Gastkünstlerin) der neuen Spielzeit, präsentiert sich im dritten Kammerkonzert am 3. November – das ist diesmal der Bechstein-Klavierabend – mit Musik der russischen Komponisten Sergej Prokofjew („Visions fugitives“ op. 22), Alexander Skrjabin (Etüden fis-Moll op. 8 Nr. 2 und cis-Moll op. 42 Nr. 5 sowie Sonate Nr. 5 op. 53) und Peter Tschaikowsky (Suite aus dem Ballett „Dornröschen“ op. 66 im Arrangement von Mikhail Pletnev).

Wieder zur Barockmusik schwenkt anschließend das vierte Kammerkonzert am 1. Dezember, in dem die Sopranistin Catalina Bertucci und das Ensemble l’arte del mondo unter der Leitung von Werner Ehrhardt „Weihnachtsmusik aus Assisi“ bringen, darunter das beliebte „Weihnachtskonzert“ von Arcangelo Corelli.

Ein zweites, gleichfalls zeitweise in Duisburg ausgebildetes Klaviertrio kommt ins fünfte Kammerkonzert am 19. Januar 2020: Das Morgenstern-Trio hat dann im Gepäck das Klaviertrio Es-Dur op. 70 Nr. 2 von dem vor dann 250 Jahren geborenen Ludwig van Beethoven, die Uraufführung eines neuen Werks von dem Düsseldorfer Komponisten und Duisburger Musikpreisträger Thomas Blomenkamp sowie das Klaviertrio C-Dur op. 87 von Johannes Brahms.

Einen reinen Klavierabend spielt Alexander Lonquich im sechsten Kammerkonzert am 16. Februar 2020, im ersten Teil mit kurzen Klavierstücken von Carl Philipp Emanuel Bach bis Igor Strawinsky und im zweiten Teil mit den monumentalen „Diabelli-Variationen“ von Beethoven.

Danach kommt ein Block mit drei Quartettabenden. Zunächst im siebten Kammerkonzert am 15. März 2020 als klassisches Streichquartett mit dem Delian-Quartett, zusammen mit der Sopranistin Measha Brueggergosman, unter anderem mit den Ophelia-Liedern von Brahms im Arrangement von Aribert Reimann sowie diversen Chansons von Kurt Weill.

Noch bunter ist das Menü des Sonic-Art-Saxofonquartetts im achten Kammerkonzert am 5. April 2020. Die Streicher sind dann wieder an der Reihe im neunten Kammerkonzert am 17. Mai 2020, mit dem Quatuor Diotima und Streichquartetten von Leoš Janácek (Nr. 1 „Die Kreutzersonate“), Jean-Luc Hervé (Jahrgang 1960) und Beethoven (B-Dur op. 130).

Komponist Thomas Blomenkamp ist Duisburger Musikpreisträger. Foto: Malz, Ekkehart (ema)
Das Morgenstern-Trio spielt Anfang des kommenden Jahres in Duisburg. Foto: Irene Zandel

Als Nachzügler kommt abschließend am 7. Juni 2020 ein „Piano Extra“ mit dem Folkwang-Klavier-Professor Henri Sigfridsson und seinem besonders begabten Studenten Eugenio Catone. Das Programm wird kurzfristig bekanntgegeben.

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