Duisburg: Der Tag der Büdchen

Tag der Trinkhallen: Der Tag der Büdchen ist zurück

Zum zweiten Mal findet im gesamten Ruhrgebiet der Tag der Trinkhallen statt. In Duisburg gibt es am 25. August sechs sogenannte Event-Buden.

Von der gemischten Tüte über die Tageszeitung bis hin zu einem netten Plausch oder einem geselligen Feierabendbier – die Trinkhallen in Duisburg und dem Ruhrgebiet sind mehr als nur ein schnöder Ort zum Zigaretten kaufen. Sie sind für viele ein Stück Heimat. Aus diesem Grund findet in in diesem Jahr der zweite Tag der Trinkhallen statt.

Am 25. August werden mehr als 200 Kioske und Buden im ganzen Ruhrgebiet die Trinkhallenkultur feiern. An insgesamt 50 von ihnen gibt es zudem ein reichhaltiges Programm aus Musik, Kultur und vielem mehr. Die Veranstalter, der Regionalverband Ruhr (RVR), das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Ruhr Tourismus GmbH, stellten das anstehende Programm für dieses Jahr jetzt stilecht am „Grünen Büdchen“ im Jubiläumshain in Marxloh vor. „Der Erfolg der ersten Auflage vor zwei Jahren hat uns angespornt, auch in diesem Jahr wieder ein interessantes Programm auf die Beine zu stellen“, sagt Markus Schlüter vom Reigonalverband Ruhr.

In Duisburg sind insgesamt sechs Buden als sogenannte „Event-Buden“ eingeteilt. An ihnen wird es am Tag der Trinkhallen vor allem Musik und Kabarett zu erleben geben. So wird zum Beispiel am „Grünen Büdchen“ in Marxloh, die „Otumfuo Band“ westafrikanische Musik und Tanzeinlagen vorführen. Der Besitzer der kleinen Bude mitten im Jubiläumshain, Erdal Duran, freut sich schon auf die Veranstaltung. „Meine Frau hat mich darauf aufmerksam gemacht. Ich freue mich immer sehr, wenn ich viele Leute an meinem Büdchen begrüßen kann. Der Tag der Trinkhalle ist dafür natürlich eine perfekte Gelegenheit.“ Duran betreibt seine Trinkhalle seit April vergangenen Jahres und darf sich mittlerweile über einige Stammgäste freuen. „Selbst bei minus fünf Grad im Winter kamen sie zu uns“, sagt Duran nicht ohne Stolz.

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Neben dem „Grünen Büdchen“ bieten auch das „Blaue Büdchen“ und der „Kultkiosk KuKi“ in Ruhrort, „Das Büdchen“ in Meiderich, „Rosis Stübchen“ in der Stadtmitte und der „Kiosk Szkudlarek“ in Rheinhausen ein abwechslungsreiches Programm. Zum Beispiel sorgt in „Rosis Stübchen“ der Musikproduzent Olaf Opal, der unter anderem die Sportfreunde Stiller und die Beatsteaks produziert hat, als DJ für Stimmung.

Neben Musik und Kleinkunst wird es in diesem Jahr auch ein Paar „Filmbuden“ zu besuchen geben. Sie gibt es allerdings nicht in Duisburg. „Wir haben in den vergangenen Wochen mehr als 1000 Familienfilme aus den 50ern bis 80ern zugeschickt bekommen, die alle in einer Weise mit Trinkhallen und dem Leben im Ruhrgebiet zu tun haben“, erklärt Schlüter. „Diese Filme haben wir digitalisiert und werden sie dann an den verschiedenen Buden vorführen.“

Ein weiteres Highlight ist das Sammelquartett zum Tag der Trinkhallen. An allen teilnehmenden Buden bekommt man ab einem Einkauf von einem Euro ein Paket mit vier Quartettkarten. Insgesamt gibt es 52 verschiedene Büdchen zum sammeln und tauschen. Für alle, die mit dem Fahrrad von Bude zu Bude fahren möchten, haben die Veranstalter zusammen mit der Ruhr Tourismus GmbH insgesamt 220 Kilometer lange Radrouten entwickelt, mit denen so viele Trinkhallen wie mögliche angefahren werden können. In Duisburg, am Blauen Büdchen wird es außerdem eine exklusive Fahrradleihstation von „Revierrad“ geben. Weitere Informationen gibt es unter
www.tagdertrinkhallen.ruhr oder auf der großen Faltkarte an allen teilnehmenden Trinkhallen.

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