Duisburg: Demonstration mit 6000 Beschäftigten vor Thyssenkrupp-Zentrale

Investitionen gefordert : 6000 Beschäftigte demonstrieren vor Thyssenkrupp-Zentrale in Duisburg

In Duisburg hat am Dienstagmittag eine Großkundgebung vor der Zentrale der Stahlsparte von Thyssenkrupp begonnen. Die Beschäftigten fordern massive Investitionen.

Die IG Metall hatte anlässlich der Aufsichtsratssitzung der Stahlsparte des Unternehmens dazu aufgerufen. Und das offenkundig mit Erfolg: Gegen 12 Uhr standen rund 6000 Beschäftige aus ganz NRW vor der Zentrale in Duisburg-Hamborn, um ihre Unzufriedenheit mit der Unternehmensleitung kundzutun.

Die Beschäftigen fordern massive Investitionen in den Stahlsparte. Sie fürchten, dass der Thyssen-Stahlbereich bei ausbleibenden Investitionen auf den Ruin zusteuert. „Wir wollen Klarheit für die Beschätigten“, forderte Dieter Lieske, Vorsitzender des einflussreichen IG-Metall-Ortsverbandes Duisburg Dinslaken.

Es könne nicht sein, dass die Angestellten am Ende für die Fehler bezahlen müssten, die das Management in der Vergangenheit begangen habe. Lieske spielt damit unter anderem auf den Tarifvertrag "Zukunft Stahl" an, der zum Jahresende ausläuft. Der schützt die Beschäftigten vor betriebsbedingten Kündigungen. Er war zwar zunächst bis 2026 verlängert worden, diese Option war jedoch an die inzwischen gescheiterte Fusion von Thyssen-Krupp Steel mit dem indischen Tata-Konzern geknüpft. Die IG Metall kündigte an, für einen neuen Tarifvertrag zu kämpfen.

Neben der IG Metall stellten sich auch Abgeordnete des SPD, der Linken und der Grünen auf die Seite der Beschäftigten.