Duisburg: Debatte über Zuwanderung an der Uni

Tagung an der Uni : Wie man Zuwanderer besser qualifizieren kann

An der Uni Duisburg-Essen debattieren Experten darüber, wie man Zuwanderer für den Arbeitsmarkt qualifizieren kann.

(RP) Trotz guter Ausbildung fassen viele hochqualifizierte Zugewanderte auf dem Arbeitsmarkt kaum Fuß. Was können sie tun? Das diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Praxis am Mittwoch an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Auf Einladung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) werden Ergebnisse zu Angebot, Nutzung und Entwicklungsmöglichkeiten der akademischen Nach- und Weiterqualifizierung vorgestellt.

Seit rund 20 Jahren und zuletzt bedingt durch die Fluchtmigration steigt der Anteil an zugewanderten Akademiker/innen stark an. Doch der im Ausland erworbene Hochschulabschluss hilft oft nicht bei der Suche nach einer adäquaten Beschäftigung. Die Gründe dafür sind vielfältig: Eine große Rolle spielen die Hürden bei der formalen Anerkennung.

Ein vom Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) gefördertes Projekt untersuchte, wie nützlich Betroffene Nachqualifizierungen einschätzen. Daraus entwickelte das IAQ Handlungsempfehlungen für eine bessere Positionierung zugewanderter Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt.

„Unsere bundesweite Recherche hat ergeben, dass es nur wenige auf die Besonderheiten der Zielgruppe zugeschnittene Studienprogramme gibt. Für einzelne Fachrichtungen fehlen Angebote fast völlig, bestehende Angebote sind häufig stark an der Verwertbarkeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt orientiert“, fasst IAQ-Direktorin und Projektleiterin Prof. Dr. Ute Klammer zusammen.

Probleme bereitet den hochqualifizierten Zugewanderten auch, während der akademischen Nach- und Weiterqualifizierung ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. „Bis heute gibt es keine einheitlich geregelten, flächendeckenden Finanzierungsmöglichkeiten für diejenigen, die sich noch einmal an Hochschulen weiterqualifizieren wollen“, sagt  Prof. Matthias Knuth.

(th)
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