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Duisburg: Das bietet Nico Pachalis Ausstellung im Atelierhaus

Duisburger Künstlerstipendiat : Das bietet Nico Pachalis Ausstellung im Atelierhaus

Auslegen, Anordnen, Positionieren, Platzieren: Worauf sich die Besucher der letzten Einzelausstellung des Duisburger Künstlerstipendiaten, Nico Pachali, im Künstler- und Atelierhaus der Stadt Duisburg freuen dürfen.

Von Olaf Reifegerste

Auch wenn das Aufenthaltsstipendium der Stadt Duisburg für das Jahr 2021 vom Künstler Nico Pachali offiziell beendet ist, ist er dennoch nach wie vor in der Stadt. Am Freitag hat er nun seine Einzelausstellung „placement and positioning“ im Künstler- und Atelierhaus Goldstraße in der Duisburger Innenstadt eröffnet. Bis zum 20. Februar werden seine Arbeiten dort noch zu sehen sein. Und wie schon bei seinen vorherigen Präsentationen in Duisburg, ob im Kultur- und Freizeitzentrum Rheinhausen, im Kunstraum SG 1, im und am Ludwigturm oder im Lehmbruck Museum, entfaltet auch diese Werkschau Pachalis eine ungeheure Kraft von seiner Kunst mit Sprache und Schrift in Räumen umzugehen.

Für ihn, Pachali, sei diese Exposition seine Endausstellung in der Stadt, wie er im Pressegespräch zu verstehen gibt, wenngleich es noch im Rahmen des Kunstmarktes 2021 der Cubus Kunsthalle vom 2. bis 27. Februar eine „Sondershow“ der Duisburger Künstlerstipendiaten für die Jahre 2021 (Nico Pachali) und 2022 (Orpheo Winter) als eine Art Staffelübergabe geben wird. Er freue sich, sagt er weiter, dass er in einer Einzelpräsentation seine Arbeiten nochmals zeigen könne – und zwar auch an dem Ort, wo bereits seine beiden Vorgänger Alexander Kuczewski (2019) und Javkhlan Ariunbold (2020) ihre Schlussausstellungen hatten. Pachali: „Das finde ich sehr wichtig für die Ausgestaltung des Duisburger Stipendiums an sich.“

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In dem dreigeteilten Ausstellungsraum auf der ersten Etage des Künstler- und Atelierhauses der Stadt Duisburg hat er seine Arbeiten in zwei Räumen auf den Boden und in dem verbleibenden dritten Raum an eine Wand platziert. Die Bodenarbeiten hat er in vier Gruppen aufgeteilt, wobei die erste wie ein Wegweiser für die Ausstellungsbesucher in Pachalis Raum-Choreografie wirkt. „Diese Anordnung dort habe ich deshalb so gewählt, weil ich einen Weg durch den Raum aufzeigen will, ohne allerdings Regeln dafür vorzugeben“, erläuterte Pachali sein Konzept. „Ich möchte den Boden aktivieren, indem ich meine Zeichnungen auslege, anordne, positioniere, platziere und zuordne. Dieser Vorgang erfolgt durch temporäre Setzungen und Ordnungen im Raum und mit dem Raum.“

Das Wegweiser-Ensemble könne stattdessen aber auch als Störer verstanden werden, weil die anderen drei Gruppen dagegen streng geometrisch auf dem Boden des zweiten Raums angeordnet liegen. Alle Arbeiten des dritten Raums wiederum sind in Pachalis Rheinhauser Atelier während seiner Duisburger Zeit entstanden. Es handelt sich hierbei um neun Bilder, die wie ein Schriftplakat an der Wand hängend zur Geltung kommen. Diese Wandarbeit vereint 13 Sätze mit römischer Zahlennummerierung, darunter zum Beispiel „(VI.) Space = Field = Raum“.