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Duisburg-Corona: Zahl der Infizierten steigt erneut stark

Corona-Update : Zahl der Fälle in Duisburg steigt stark

Die Zahl der Corona-Fälle in Duisburg ist über das Wochenende erneut stark gestiegen. Derzeit sind 195 Menschen infiziert. Die Stadt gehört damit zu den am schwersten betroffenen Gebiete in Deutschland. Der Krisenstab appelliert an die Bürger, vorsichtig zu sein.

Die Stadt Duisburg vermeldet über das Wochenende einen starken Anstieg bei der Zahl der Corona-Infizierten. Aktuell (Stand: 5. Juli, 20 Uhr) leben derzeit 195 infizierte Menschen in der Stadt. Das ist der höchste Wert seit Mitte Mai. Am vergangenen Freitag waren es noch 159 gewesen. Insgesamt haben sich in Duisburg 1620 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, 1369 gelten inzwischen als genesen, 56 sind gestorben. In Duisburg wurden bisher insgesamt 22.964 Tests vorgenommen.

Die Stadt steht nach wie vor ganz oben auf der Liste der von der Pandemie am schwersten betroffenen Gebiete im Land. Laut Gesundheitsamt sind fast ausnahmslos alle neueren Fälle auf vier Ursprünge zurückzuführen: Die Infektionsketten bei Öztas, ein Ausbruch beim Paketdienstleister DPD und zwei Zuckerfesten in Bruckhausen und Moers. Bei einem der muslimischen Feste, das auf den Fastenmonat Ramadan folgt, hatten sich insgesamt 14 Personen angesteckt.

Vor dem Hintergrund steigenden Corona-Neuinfektionen appelliert Krisenstabsleiter Martin Murrack an die Duisburger, weiter vorsichtig zu sein und die neugewonnen Freiheiten umsichtig zu nutzen: "Die steigenden Infektionszahlen stimmen mich besorgt. Beim Gesundheitsamt stellen wir aktuell fest, dass die massive Zunahme von Kontakten die Nachverfolgung immens erschwert. Viele der Infizierten geben über 30 Kontaktpersonen der Kategorie 1 an. Diese telefonisch zu erreichen dauert oft viel zu lang, eine schnelle Kappung des Infektionsweges wird dadurch immer schwerer.“

Mittlerweile lässt der städtische Krisenstab auch gezielt Personen ohne Symptome testen, die etwa in Kliniken und Kitas arbeiten. Gibt es nun einen Verdacht auf einen größeren Ausbruch, sollen nun schneller Quarantäne-Maßnahmen ergriffen werden. Nach Bekanntwerden der Fälle bei Öztas wurde auch eine Sammelunterkunft in Obermarxloh unter Quarantäne gestellt.

Die Stadt weist auf eine Verordnung des Landesgesundheitsministerium hin. Sie besagt, dass Personen die sich innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in das Land NRW in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet sind, sich unverzüglich nach Einreise für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben und dies dem Gesundheitsamt anzuzeigen. Zu den Risikogebieten zählen unter anderem auch Teile der USA, Schweden oder die Türkei. Bei auftretenden Symptomen sind sie ebenfalls verpflichtet, unverzüglich das Gesundheitsamt zu informieren, am Besten telefonisch ans Call-Center unter 0203 940049.

(atrie)