Duisburg: Bosse und Cro treten bei Ruhr Games auf

Sport- und Kulturfestival in Duisburg : Bosse und Cro treten bei Ruhr Games auf

Knapp 5000 Jugendliche aus ganz Europa treten vom 20. bis 23. Juni in Duisburg in sportlichen Wettkämpfen an. Zudem gibt es zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Workshops rund um das Thema Europa.

Das wird ein Festival der Extraklasse. Bei der dritten Auflage der Ruhr Games –  einem Sportwettbewerb, zu dem mehrere tausend Jugendliche aus ganz Europa zusammenkommen – gibt es nicht nur erstklassigen Sport zu sehen. Darüber hinaus geben die bekannten Musiker Cro und Bosse ein Konzert. Am Mittwoch stellten die Veranstalter, der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp und Duisburgs Sportdezernent Ralf Krumpholz das Rahmenprogramm des Großereignisses vor.

Nachdem die Ruhr Games im Jahr 2015 in Essen und zwei Jahre später in Dortmund stattgefunden haben, ist in diesem Jahr Duisburg als Austragungsort an der Reihe. Der Landschaftspark Nord dient dabei als Hauptspielstätte für das Festival. Die Kraftzentrale wird zu einer Multi-Sport-Arena für Judo, Ringen, Fechten, Tischtennis und Skateboarding umgebaut. Ein eigens errichteter Center Court mit kesselförmigen Tribünen soll für Wettkämpfe und Finalspiele unter anderem im Basketball, BMX oder Soccer dienen. Zudem finden einige Wettkämpfe in ausgewählten Sporthallen und im Sportpark Wedau statt.

Die Besonderheit der Ruhr Games in diesem Jahr ist, dass es im Vergleich zu den Jahren zuvor nur wenige Austragungsorte gibt. „Das Event ist zentraler“, sagte Nina Frense vom Regionalverband Ruhr, dem Veranstalter des Festivals. „Es gibt kurze Wege zwischen den Sportstätten und anderen Locations.“ Das sei für die Sportler und auch für die Besucher deutlich unkomplizierter.

Die Ruhr Games haben mehr zu bieten als sportliche Wettkämpfe auf hohem Niveau. „Es ist wichtig, dass junge Leute aus ganz Europa zusammenkommen und sich zu Themen unterhalten, die außerhalb des Sports liegen“, sagte Stamp. Dafür böten die Ruhr Games eine ideale Plattform. Bei einer Europa-Expo könnten die Jugendlichen über insgesamt vier Themen wie zum Beispiel Nachhaltigkeit diskutieren.

Herzstück des außersportlichen Programms wird das internationale Jugendcamp sein, das bereits am 18. Juni mit 600 Jugendlichen rund um die Sportschule Wedau und die neue Jugendherberge startet. „Wir bauen an der Sportschule einen großen Campus auf“, sagte Martin Wonik aus dem Vorstand des Landessportbundes NRW. In 200 Workshops geht es dort unter anderem um (europa-)politische Themen, Toleranz und soziales Engagement. „Wir werden vermutlich auch Forderungen an die Politik formulieren und weiterleiten“, so Wonik. Das Jugendcamp werde auch dazu genutzt, um zu feiern. Höhepunkt sei ein großer internationaler Abend, an dem die Camp-Bewohner und die Jugendlichen. die in Gastfamilien  leben, zusammenkommen.

Bei Sportdezernent Ralf Krumpholz ist die Vorfreude auf die Veranstaltung schon groß: „Wir sind stolz darauf, die Ruhr Games ausrichten zu können.“ Die Kosten für das Festival trägt zum Teil NRW, eineinhalb Millionen Euro investiert das Land. Der Regionalverband Ruhr steuert zusätzlich 1,1 Millionen Euro bei. Das Geld soll auch in zwei Jahren wieder bereitgestellt werden. Dann sollen die Ruhr Games im Bochum stattfinden.

(jlu)
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