Unfall in Duisburg Boot kentert – 31-Jähriger wird weiter vermisst

Update | Duisburg · Auch einige Tage nach dem Unfall am Wildförstersee wird einer der Verunglückten weiterhin vermisst. Ein Rettungstaucher geriet bei der Suche in Schwierigkeiten und ist nach wie vor im Krankenhaus.

Die Feuerwehr war am Mittwoch am Wildförstersee im Einsatz.

Die Feuerwehr war am Mittwoch am Wildförstersee im Einsatz.

Foto: dpa/Christoph Reichwein

Nach einem Bootsunfall am Wildförstersee an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg gilt ein 31-jähriger Mann weiterhin als vermisst. Dies teilten Feuerwehr und Polizei mit. Die aktive Suche nach dem Vermissten wurde bereits am Mittwochnachmittag eingestellt.

Bei dem Einsatz nach einem vermutlich tödlichen Bootsunfall war am Mittwochnachmittag ein Feuerwehrtaucher schwer verunglückt. Der Taucher sei in neun Metern Tiefe in Schwierigkeiten geraten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Er sei von Kameraden an die Wasseroberfläche gebracht worden und hätte wiederbelebt werden müssen. Er wurde im Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt – sein Zustand sei aber stabil und nicht lebensgefährlich, sagte der Sprecher.

Für den vermissten Mann, dem der Rettungseinsatz am Wildförstersee an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg galt, hat die Feuerwehr hingegen keine Hoffnung mehr. Die Rettungskräfte stellten die aktive Suche nach ihm am Mittwochnachmittag ein.

In Duisburg war es am Dienstag erneut zu einem Unglück auf dem Wasser gekommen: Seit dem vergangenen Abend wird am Wildförstersee an der Sechs-Seen-Platte ein 31-Jähriger vermisst. Das hatte die Feuerwehr am Mittwochmorgen mitgeteilt. Demnach wurden die Einsatzkräfte am Abend um 21.36 Uhr alarmiert und zum See gerufen.

Nach ersten Erkenntnissen ist ein Schlauchboot mit mehreren Personen an Bord gekentert. Bis auf den vermissten Mann konnten sich alle anderen aus dem Boot ans Ufer retten.

Die Feuerwehr Duisburg, die Polizei und die DLRG suchen noch immert nach dem Vermissten. Die Feuerwehr ist auch mit Tauchern und der Drohnen-Sondereinheit im Einsatz.

Die Suche musste am Abend zwischenzeitlich wegen des Unwetters und später wegen der Dunkelheit unterbrochen werden, wurde am Mittwochmorgen um 9 Uhr wieder aufgenommen. Seelsorger kümmern sich um die Angehörigen.

Die genauen Umstände des Unglücks sind noch unklar. Die Feuerwehr warnt in diesem Zusammenhang noch einmal vor dem Baden in allen öffentlich zugänglichen Seen. Mit Ausnahme der drei Freibäder ist das Schwimmen dort verboten.

In Duisburg sind der Kruppsee (www.sv-rheinhausen.de), der Wolfssee (www.freibadwolfssee.de) und der Großenbaumer See (www.freibad-grossenbaum.de) zum Teil als Freibäder zugelassen.

Schon häufig haben sich an den Duisburger Gewässern Unfälle ereignet, teilweise mit tödlichem Ausgang. Ursache ist häufig, dass unbefestigte oder zu steile Uferböschungen einstürzen und Schwimmer mitreißen. Darüber hinaus gefährden Strömungen und sehr unterschiedliche Wassertemperaturen die Schwimmer. Auch können aufgrund der Wasserqualität Gesundheitsgefahren nicht ausgeschlossen werden. Zudem verfügen die Seen über keine rettungsdienstliche Infrastruktur.

(albu/atrie, mit dpa)