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Duisburg: Bodenschutzgebeit soll Regeln für beschränkten Gemüseanbau festlegen

Umweltbelastung in Duisburg : Bodenschutzgebiet – nur zehn Quadratmeter Gemüseanbau pro Garten

Aufgrund der industriellen Vergangenheit der Stadt Duisburg und dem Umweltskandal bei Berzelius haben sich über viele Jahre Schadstoffe im Boden angesammelt. Jetzt soll ein Bodenschutzgebiet beschlossenwerden, dass unter anderem auch weitere Regeln zum Obst- und Gemüseanbau festlegt.

In der Sitzung nach der Sommerpause will der Rat der Stadt Duisburg über eine verbindliche Regelung im Umgang mit dem Bodenschutz entscheiden.

Das Bodenschutzgebiet soll zunächst für den Bereich südlich der Ruhr und östlich des Rheins ausgewiesen werden. Später soll das Gebiet dann erweitert werden, sodass es neben den Bodenschutzgebieten in den Stadtteilen Wanheim-Angerhausen und Teilen Hüttenheims, auch zu Schutzgebieten in Teilen der Bezirke Mitte und Süd erstrecken.

Wegen der Schadstoffe im Boden hatte die Stadt Duisburg bereits vor 20 Jahren eine Empfehlung zum Anbau von Nutzpflanzen und Hinweise für das Verhalten spielender Kinder herausgegeben.

Spielflächen für Kinder und städtische Kleingartenanlagen wurden bereits untersucht und bei Bedarf saniert.

Auch private Hausgärten in dem besonders stark beeinträchtigten Stadtteil Wanheim-Angerhausen und dem nördlichen Bereich von Hüttenheim wurden gezielt untersucht und wenn möglich und nötig bautechnisch saniert.

Untersuchungen haben aber auch gezeigt, dass in weiteren Teilen Duisburgs hohe Gehalte an dem Schwermetall Cadmium im Boden vorhanden sind.

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In diesen Bereichen sei es jedoch nicht erforderlich, aufwändige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, so die Stadt.. Dort reiche es aus, wenn Betroffene in den Gärten die Anbaufläche von Gemüse auf zehn Quadratmeter beschränkten, da sich Cadmium besonders in vielen Gemüsepflanzen anreichert. Der Gemüseanbau auf größeren Flächen je Garten ist nicht mehr erlaubt.

Baum- und Strauchobst sind von dieser Regelung ausgenommen, da sich die Schadstoffe in diesen Pflanzen und ihren Früchten nicht so stark ansammeln.

Zum Bodenschutzgebiet Duisburg stellt die Stadt umfangreiche Hintergrundinformationen zur Verfügung: Ein kompaktes Faltblatt, eine vielseitige Informationsbroschüre, detaillierte Karten, eine Liste mit Fragen-Antworten und ein Informationsvideo finden Interessierte im Internet auf duisburg.de/bodenschutzgebiet.

(ank)