Duisburg: Bodenplatten an deR Prinzenstraße sind bereits gegossen

Baustelle : Gebag-Quartier nimmt Form an

An der Prinzenstraße entsteht ein neues Wohnquartier. Das ist zum Teil Baustelle, doch die mit öffentlichen Mitteln geförderten Häuser der Gebag sind inzwischen fertig.

Das Neubaugebiet „Zur alten Gärtnerei“ entsteht in Rufweite zu Moers. Die Bauherren, das sind die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag und der aus Schweden stammende Wohnbaukonzern Bonava, erhoffen sich von dem Gebiet, dass sie damit junge Familien aus Duisburg in der Stadt halten können. Und dass diese nicht nach Moers abwandern. Das Areal an der Prinzenstraße ist zum Teil fertig, aber auch noch eine große Baustelle. Jetzt gab es eine Art Staffelübergabe. Laut Aussage von Bonava hat nämlich die Gebag ihre Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Friedhofsgärtnerei abgeschlossen. Der Name der neuen Siedlung „An der alten Gärtnerei“ ist eine Art Gedenken an die frühere Nutzung an der Prinzenstraße 49. Bonava hat die Baustelle jetzt übernommen und beginnt mit dem Hochziehen von 18 Doppelhaushälften und drei Reihenhäusern, zusammen mit den Gebag-Bauten entstehen hier insgesamt 27 Einfamilienhäuser. Sechs hat die Gebag im Frühjahr 2018 fertiggestellt und inzwischen vermietet.

„Wir wollen hier ein bezahlbares Zuhause für junge Familien schaffen. Die ersten Bodenplatten sind inzwischen gegossen, nun geht es Stein auf Stein in die Höhe. Im Sommer 2019 werden die nächsten Familien einziehen können. Bis Ende 2020 wird dann das komplette Quartier fertig sein“, sagt Bonava-Projektleiter Julian Hotze. Die schlüsselfertig angebotenen Reihen- und Doppelhäuser zu Preisen ab 289.000 Euro bieten vier oder fünf Zimmer und je nach Variante zwischen 148 und 179 Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche inklusive Kellergeschoss. Die Grundstücksgrößen samt Garten, Garage und Pkw-Stellplatz variieren zwischen 191 und 344 Quadratmetern. Alle Häuser werden im Energieeffizienzstandard KfW 55 errichtet. Das bedeutet, dass sie einen Jahresenergiebedarf von lediglich 55 Prozent eines vergleichbaren Wohngebäudes haben.

Die Gebag hatte das ehemalige Gärtnereigrundstück von den Duisburger Wirtschaftsbetrieben (WBD) gekauft, um hier ursprünglich Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlingsfamilien zu schaffen, berichtet der Bonava-Projektleiter. „Ein Konzept, das durch den geringer werdenden Flüchtlingsstrom nicht mehr umgesetzt worden war.“ Im Oktober 2017 hatte die Gebag einen rund 5400 Quadratmeter großen Teil des Areals an Bonava verkauft. Für das Unternehmen ist das Projekt in Hochheide nicht das einzige aktuelle Bauvorhaben in Duisburg. In Großenbaum entsteht ein weiteres Quartier aus fünf Mehrfamilienhäusern und 50 Eigentumswohnungen.

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