Duisburg: Bigband der Musikschule gastiert mit Herbert Knebel

Big Band mit Herbert Knebel : Bigband Sound reißt mit

Die Bigband der Musikschule unter der Leitung von Rüdiger Testrut spielte am Samstag in der ausverkauften Gebläsehalle ein Weihnachtskonzert. Uwe Lyko alias Herbert Knebel sorgte für zusätzlichen Spaß.

Der Bigband-Sound ist scheinbar wieder up to date: Vor ausverkauftem Haus spielte die Bigband der Musikschule unter der Leitung von Rüdiger Testrut am Samstag in der Gebläsehalle ihr diesjähriges Weihnachtskonzert. Als Turbolader im Vorverkauf dürfte allerdings auch Uwe Lyko, besser bekannt als Herbert Knebel, gesorgt haben. Der Kabarettist und der Orchesterleiter sind alte Bekannte: Rüdiger Testrut spielte oft die Trompete bei Konzerten von „Herbert Knebels Affentheater“.

Schon vier Wochen vor dem Weihnachtskonzert der Bigband waren alle Karten ausverkauft, dabei war sich Rüdiger Testrut anfangs gar nicht so sicher, ob der Umzug vom Grammatikoff in die Gebläsehalle des Landschaftsparks eine gute Idee sei. „Ich war pessimistisch, Frank Jebavy vom Landschaftspark war optimistisch. Er hat gewonnen“, bedankte er sich vor dem Publikum.

Herbert Knebel und Weihnachtslieder, konnte das eine gute Idee sein? „Kling, Glöckchen…“ sang er begleitet vom Jugendorchester Muskito BeeBee (Leitung: Markus Krieger) und schon rieselten seine Erinnerungen an die von der Oma geforderten Gesangseinlagen vor der Bescherung. Doch kein „Hebbert“ ohne kabarettistische Einlage und so nahm er das Publikum mit zu seinem letzten Check-up beim Arzt (regelmäßig alle 20 Jahre) und zur Horizonterweiterung bei der Wassergymnastik. Für ihn ein kleines Heimspiel, denn Uwe Lyko rannte als Kind in Neumühl um den Weihnachtsbaum. Woran das Jugendorchester Muskito BeeBee noch arbeitet, beherrscht die Bigband aus dem Effeff: Sie ließ musikalisch „die Kuh fliegen“, wie ein Konzertbesucher konstatierte.

Mit ausgefuchsten Arrangements machten die Musiker dem Konzertort „Gebläsehalle“ eindrucksvoll alle Ehre. Als Gesangsolisten rundeten Bella Winkelkötter und Raphael Peller das beswingte Weihnachtskonzert der Bigband ab. Toll gesungen von Bella Winkelkötter  und gespielt von der Bigband: „My favorite Things“ von John Coltrane. Auch in Runde zwei griff Herbert Knebel, der übrigens auf eine Gage verzichtete, zum Mikrofon. Trotz vermeintlich geringer Englischkenntnisse („Wir hatten nur Volksschule mit Peter Pim und Billy Ball!“) sang er „White Christmas“ und „Let it snow, Let it snow“. Die Songs rahmten sehr zur Freude des Publikums seine Erinnerungen an ein Abendessen und diverse Schärfegrade von Lamm-Curry im indischen Restaurant ein.

Dass weder Muskito BeeBee noch die Bigband das Programm allein mit deutschen und amerikanischen Weihnachtsklassikern bestritten hat, war eine gute Idee und ist vor dem Hintergrund des Überangebots an vorweihnachtlicher Musikveranstaltungen vielleicht sogar noch ausbaufähig.

Mit zwei Zugaben („Baby, It’s cold outside“ und „God bless the Child“) verabschiedete sich die Bigband. Der Abend in der Gebläsehalle machte auf jeden Fall Lust auf Bigband-Sound im nächsten Jahr. Spätestens hoffentlich wieder bei „Jazz auf’m Platz“ im Sommer.

Die Bigband und Muskito BeeBee sind zwei von vielen Ensembles der Musik- und Kunstschule. Informationen zu den Angeboten gibt es bei persönlichen Beratungen und im Internet unter:  www.duisburg.de/microsites/musik-und_kunstschule/index.php