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Duisburg: "Beat 4" - Repercussion traten in der Mercatorhalle auf

„Beat#4“ in der Mercatorhalle Duisburg : Eine gar nicht so anregende Stunde Programm

Das Ensemble Repercussion trat am Freitagabend zum vierten Mal in der Mercatorhalle auf. Es war kein Höhepunkt der Konzertreihe. Die Besucher waren dennoch zufrieden.

Das Konzert hieß „BEAT#4 - Nexus“, denn zum vierten Mal konzertierte jetzt in der Philharmonie Mercatorhalle das erfolgreiche Ensemble Repercussion. Simon Bernstein, Veith Kloeters, Rafael Sars und Johannes Wippermann lernten sich im Studium an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf kennen und spielen inzwischen in führenden Orchestern der Region, Rafael Sars war lange bei den Duisburger Philharmonikern.

Diesmal hatten die Vier sich zur Unterstützung viel Elektronik geholt und außerdem sechs philharmonische Kollegen, nämlich Nerses Ohanyan (Flöte), Andreas „Django“ Reinhard (Klarinette) sowie vor allem Henry Flory und Tonia Demianenco (Violine), Eva Maria Klose (Viola) und Wolfgang Schindler (Violoncello). Zu hören waren überwiegend eigene Arrangements, etwa nach John Psathas („Atalanta“) oder Philip Glass („Madeira River“), aber auch nach Johann Sebastian Bach (das Andante aus der Orgelsonate BWV 524). Vor den Schlaginstrumenten hingen Laken, die als Projektionsfläche für die bewegten Videos von Daniel Henrici dienten. Die Stimme der Moderatorin Marissa Möller sollte so klingen, als wäre ihre Intelligenz eine künstliche. Sie spielte mit der Doppeldeutigkeit des Begriffs „Programm“ („Konzert-Programm“ oder „Computer-Programm“) und machte lahme Witze auf Kosten des Publikums („So viele schöne Masken“).

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Nach gut einer Stunde war der Abend schon vorbei und hatte kaum noch so spannend und anregend gewirkt wie man es von dieser Konzertreihe gewohnt ist. Immerhin gab es zum Abspann noch eine sanfte Fassung von Max Richters „On the Nature of Daylight“. Die Besucher waren zumindest zufrieden.

Für den 13. Mai 2022 ist „BEAT#5“ geplant, dann kommt zu Repercussion das komplette Orchester der Duisburger Philharmoniker unter der Leitung des australischen Dirigenten Gordon Hamilton, der wegen Corona in Europa gestrandet war.