Arbeiterwohlfahrt Der Awo-Steuermann geht von Bord

Duisburg · Der langjährige Geschäftsführer Wolfgang Krause wurde mit einer rauschenden Party im Steinhof in den Ruhestand verabschiedet.

 Bei der Verabschiedung des langjährigen Awo-Geschäftsführers im Huckinger Steinhof (von links): Duisburgs Awo-Chef Manfred Dietrich, Wolfgang Krause und sein Nachfolger Veysel Keser.

Bei der Verabschiedung des langjährigen Awo-Geschäftsführers im Huckinger Steinhof (von links): Duisburgs Awo-Chef Manfred Dietrich, Wolfgang Krause und sein Nachfolger Veysel Keser.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

(RP) Mit einem Fest im Steinhof hat die Awo Duisburg am Freitag ihren Geschäftsführer Wolfgang Krause in den Ruhestand geschickt. Mehr als 300 Gäste, darunter auch Oberbürgermeister Sören Link und die Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas, dankten ihm an diesem Abend für seine Lebensleistung.

Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Manfred Dietrich, würdigte in seiner Rede die Verdienste des „Steuermanns“, der nach über 35 Jahren „auf der Brücke“ und mehr als 41 Jahre „an Deck des Awo-Schiffs von Bord geht.“ Dietrich machte deutlich, dass man durchaus von der „Ära Wolfgang Krause“ sprechen könne, die nun zu Ende gegangen sei.

Seit 1977 war Wolfgang Krause für die Awo im Einsatz. Zunächst als Zivildienstleistender, anschließend als Leiter der Familienbildung und seit 35 Jahren als Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt. In seine Zeit an der Spitze fiel der Bau von fünf Awocura-Seniorenzentren, der Bau der Seniorenwohnanlagen Awo-Arkadenhof in Homberg und Awo-Kranichhof in Wanheimerort. Krause machte sich überdies für die Jugendberufshilfe innerhalb der Arbeiterwohlfahrt stark und brachte das Babyschwimmen nach Duisburg. Auf seine Initiative hin entstanden sowohl die Awo-Duisburg-Stiftung als auch das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingshilfe. Wolfgang Krause hat zudem die Migrationsberatung innerhalb des Unternehmens auf- und ausgebaut.

Zugleich hatte er stets den Mitgliederverband mit seinen zwölf Ortsvereinen im Blick. Die Arbeiterwohlfahrt in Duisburg hat inzwischen 3000 Mitglieder. Über 670 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich für den Verband. Wolfgang Krause sah sich stets als Teil der gesamten Duisburger Awo. Einer seiner Leitsprüche lautete: „Wenn nicht das ganze Team gewinnt, dann gewinnt keiner.“

Der „Steuermann“ baute „sein Schiff“ in seiner Amtszeit zu einem mittelständischen Unternehmen mit über 870 Mitarbeitern auf. Er folgte dabei immer dem Prinzip: „Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit schließen sich nicht aus, sie bedingen einander.“

Den Staffelstab übernimmt nun Veysel Keser. Der Geschäftsführer der Serva GmbH hatte bereits seit dem 1. April gemeinsam mit Wolfgang Krause als Doppelspitze die Verantwortung für den Wohlfahrtsverband übernommen.

Zum Einstand in den Ausstand gab es am Freitagabend erst einmal herzliche Glückwünsche: Krause feierte am Abend auch seinen 66. Geburtstag. Als Abschiedsfeier wünschte sich der scheidende Geschäftsführer übrigens keinen offiziellen Festakt. Vielmehr wollte er den Start in den Ruhestand mit einer Party genießen. Wolfgang Krause hatte dazu Vertreter aus Politik und Verwaltung, Kolleginnen und Kollegen sowie Weggefährten eingeladen.

(th)
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