Duisburg: Autodieb flüchtet und verletzt Fußgänger schwer

Mordkommission in Duisburg ermittelt : Autodieb liefert sich Verfolgungsjagd und verletzt Fußgänger lebensgefährlich

Als ein Zivilbeamter sich am Mittwoch in Duisburg als Polizist zu erkennen gab, sprang ein Autodieb in den gestohlenen Wagen und raste los. Auf seiner halsbrecherischen Flucht erfasste er einen 38-Jährigen. Dieser schwebt nun in Lebensgefahr.

Gegen 16.45 Uhr entdeckte die Zivilstreife auf der Hagelkreuzstraße in Duisburg einen grauen Opel Astra, der seiner rechtmäßigen Eigentümerin (34) bereits am 29. Juni gestohlen worden war. Der Polizist folgte dem polizeibekannten Fahrer (40) bis zu dessen Wohnanschrift in Neumühl und forderte per Funk weitere Streifenwagen zur Verstärkung an. Als der Ordnungshüter sich an Ort und Stelle als Polizeibeamter zu erkennen gab, sprang der Tatverdächtige in das Auto und flüchtete.

Hierbei fuhr er mit erhöhter Geschwindigkeit über die Theodor-Heuss-Straße, touchierte hierbei einen grauen Nissan Micra und bog dann von der Oberhauser Allee in einen kleinen Waldweg ein, der zu einer Fußgängerbrücke über die Autobahn 42 führt. Der 40-Jährige rammte einen Metallpfosten und fuhr auf die Brücke, auf der sich zu diesem Zeitpunkt ein Fußgänger befand. Der Mann (38) wurde vom Opel des Tatverdächtigen erfasst und schwer verletzt.

Als die hinterher eilenden Polizisten die Brücke erreichten, entdeckten sie den Schwerverletzten und leisteten Erste Hilfe. Der unfallflüchtige Verursacher war mit dem gestohlenen Auto in Richtung Hagenshof verschwunden. Ein Rettungswagen brachte den Schwerverletzten ins Krankenhaus. Er schwebt in Lebensgefahr.

Bei der weiteren Fahndung nach dem Flüchtigen wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Der Gesuchte stellte sich am Donnerstagnachmittag in Begleitung seines Rechtsanwaltes bei der Polizei. Die Polizisten der Wache Hamborn nahmen den Neumühler vorläufig fest. Eine Mordkommission hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

(dab)