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Duisburg: Ausstellung zur Nachhaltigkeit in der Liebfrauenfrauenkirche

Ausstellung und Diskussion : Farbenfrohe Nachhaltigkeit in der Liebfrauenkirche

Ute-Henriette Ohoven, Leon Löwentraut und Martin Murrack nahmen an einer Podiumsdiskussion zur Smart City Duisburg teil.

Es war ein interessanter Mittwochabend in der Kulturkirche Liebfrauen. Es ging um das anscheinend spröde Thema Nachhaltigkeit – das sich aber gar nicht als spröde erwies.


Duisburg 2030 – Stadt der Nachhaltigkeit?
Die Liebfrauenkirche in der Smart City Duisburg wurde Schauplatz eines von der UNO initiierten Unterfangens. Nicht die zwölf Kreuzwege Jesu standen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion zur Kampagne „#Art 4 Global Goals“ im Vorraum von Liebfrauen, sondern 17 allzu weltliche Ziele der UNO. „…Für die nachhaltige Entwicklung, auch Global Goals genannt, die bis 2030 erreicht werden sollen…“


Make love not War
Der Star der Veranstaltung  war ein sympathischer junger Mann, der als 21-jähriger Maler den Auftrag von der UNO bekam, die 17 Ziele zum Thema Nachhaltigkeit in seine Bildsprache zu bringen. Was beim Betrachter der farbenfrohen Bilder auffiel, war die Fröhlichkeit, Leichtigkeit, die Manifestation des Antidepressiven. Keine dunkle Zukunft wird antizipiert und keine Kreuzwege erlitten, sondern ein junger, dynamischer, kraftvoller Pinselstrich erleuchtete die sakrale Stätte.


Gute Geister
Gute Geister Fürsorglich sekundiert wurde Löwentraut von seiner Freundin Luca Böse und dem Düsseldorfer Journalisten Jörg Schwarz. In aufschlussreichen, kurzen Gesprächen, die die RP vor der Veranstaltung führen durfte, fiel eines auf: der junge Mensch und Künstler Leon Löwentraut hat gute Geister um sich herum versammelt. Dafür braucht es Gespür und Intuition. Allen voran darf an dieser Stelle der Düsseldorfer Galerist Dirk Geuer genannt werden, der den künstlerischen Weg von Leon behutsam fördert. Immerhin wird ein Exponat des Malers schon zwischen 12.000 und 70.000 Euro gehandelt.  Ein weiterer guter Geist scheint der Museumsdirektor des Osthaus-Museums in Hagen, Tayfun Belgin, zu sein. Ja, „es war ein Wagnis“, beschrieb Belgin die Zusammenarbeit in einer Ausstellung mit Löwentraut. Ein 21-jähriger schon im Museum? Es funktionierte.


Auf dem Podium
  In der von Janine Steeger locker moderierten Podiumsdiskussion, wurde viel über Nachhaltigkeit und somit über politische Themen geredet. Leon Löwentraut und sein Galerist Dirk Geuer sprachen und versuchten die Kunst „mitten im Leben“ zu verorten. Alles hatte man schon mal irgendwie gehört und einige Worthülsen machten bei jedem Teilnehmer die Runde. Die Unesco-Sonderbotschafterin Henriette Ohoven sprach darüber hinaus die dringenden Fragen unserer Zivilisation an.


Der Stadtdirektor
Großer Lichtblick, feinsinniger Denker und „Auf den Punkt“-Bringer war der Duisburger Stadtdirektor Martin Murrack. Elegant, leicht und smart, verstand er die Smart City Duisburg ins richtige Licht zu stellen. Nachhaltigkeit als Bürgernähe und durchaus veritable Projektideen zur Stadtentwicklung „verkaufte“ er dem zahlreich erschienenen Publikum und machte Lust auf das positive Duisburg. Eben dieses wünschenswerte, helle, mitmenschliche und smarte Duisburg, was wir uns alle so sehr wünschen. Dieser junge Stadtdirektor Martin Murrack hatte mindestens genauso viel kreatives Potential, wie der Künstler Leon Löwentraut. Braus-Applaus für die beiden „jungen Wilden“.

Bis zum 13. Juni stellt die Stadt Duisburg die von Leon Löwentraut künstlerisch interpretierten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in der Kulturkirche Liebfrauenkirchen (König-Heinrich-Platz 3) aus.