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Duisburg: Ausflugstipps im Ruhrgebiet in Handbüchern vorgestellt

Ausflugstipps im Ruhrgebiet : Die schönen Seiten der Region entdecken

Zeitgleich sind jetzt im Ellert&Richter-Verlag zwei nützliche Handbücher über Industriedenkmäler und Ausflugsziele im Ruhrgebiet erschienen. Die meisten sind aus Duisburg innerhalb einer Autostunde zu erreichen.

Das berühmte Goethe-Zitat „Sieh, das Gute liegt so nah“ bietet sich an, wenn man die beiden soeben erschienenen Ruhrgebietsführer aus dem Verlag Ellert&Richter vorstellen möchte. Deren Titel halten genau das, was sie versprechen.

Das erste Buch stellt Industriedenkmäler im Ruhrgebiet vor. Und zwar als „Zeitzeugen aus Stein, Stahl und Kohle“. Das andere bietet die „schönsten Ausflugsziele im und rund um das Ruhrgebiet“. Beide Bücher ergänzen sich auf ideale Weise. Rolf Kiesendahl, der viele Jahre in Duisburg und in anderen Ruhrgebietsstädten als Redakteur gearbeitet hat, hat als Autor von Ruhrgebietsführern längst einen guten Namen. Auch diesmal legt er zwei Bücher mit einem hohen Gebrauchswert vor, die gerade jetzt in der Corona-Zeit willkommen sein dürften. Aber auch in der hoffentlich bald anbrechenden Nach-Corona-Zeit wird man gerne zu diesen Büchern greifen, wenn man mal nicht in die Ferne schweifen möchte, sondern ein attraktives Ziel ansteuern möchte, das in den meisten Fällen innerhalb einer Autostunde von zu Hause aus zu erreichen ist.

In „Zeitzeugen aus Stein, Stahl und Kohle“ geht es um Industriedenkmäler im Ruhrgebiet, die zum Teil international bekannt sind wie beispielsweise der Landschaftspark Duisburg-Nord mit seiner Lichtinstallation von Jonathan Park, aber auch um solche, die bislang nur Einheimischen bekannt sein dürften, obwohl deren Geschichte überaus interessant ist. Bei seinen Recherchen sei er auf viele interessante Hintergründe gestoßen, die das anscheinend zähe Thema wirklich spannend gemacht hätten, sagt Rolf Kiesendahl gegenüber unserer Redaktion. Wer weiß schon, dass es Mitte des 19. Jahrhunderts ein Brückenverbot in Preußen gab und deshalb der Trajektturm in Duisburg-Homberg entstand? Oder dass sich auf der Zeche Radbod in Hamm im November 1908 eine der größten Katastrophen des deutschen Bergbaus ereignete? Oder auch, dass die Bochumer Jahrhunderthalle ursprünglich in Düsseldorf stand? All diese Fragen und die damit verbundenen historisch verbürgten Geschichten behandelt Kiesendahl auf prägnante und wenn es sich anbietet auch auf unterhaltsame Weise. Neben den Baudenkmälern im engeren Sinne, die man zwischen Duisburg und Unna finden kann, beschreibt Kiesendahl auch neun Halden, die heute als Landmarken gelten und sieben typische Arbeitersiedlungen, die mit zur Lebenskultur des Ruhrgebiets gehören. Neben den nötigen Begriffserläuterungen, auf die man bei einigen Industriedenkmälern nicht verzichten sollte, bietet Kiesendahl noch einen Service, den auch Bildungshungrige gerne nutzen: Gastrotipps jeweils in der Nähe des Industriedenkmals.

„Die schönsten Ausflugsziele im und rund um das Ruhrgeiet“ hat Kiesendahl zusammen mit Sylvia Lukassen geschrieben, die ebenfalls viele Jahre als Redakteurin im Ruhrgebiet gearbeitet und Bücher mit den Schwerpunkten Lifestyle und Reisen veröffentlicht hat. Wer das Handbuch durchblättert wird überrascht sein, wie viele Attraktionen die Region bietet. Die Kurzreisen führen zu Zielen, die zu kennen für „unsereinen“ eigentlich ein Muss sein sollte, aber auch zu solchen sehens- und erlebenswerten Stätten, von denen viele Duisburger wohl noch nie etwas gehört haben, obwohl sie eigentlich „vor der Türe“ liegen. Das Buch enthält auch sechs Ziele in den Niederlanden, bei unseren Nachbarn.