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Duisburg: Ausbau des Kreuz Kaiserberg rückt näher

Wie es am „Spaghettiknoten“ weiter geht : Kreuz Kaiserberg: Ausbau rückt näher

Der Landesbetrieb Straßen.NRW rechnet noch in dieser Woche mit einer Genehmigung für den rund 300 Millonen teuren Euro Ausbau des „Spaghettiknotens“. Beginn der fünfjährigen Bauarbeiten könnte dann 2023 sein – bei laufendem Verkehr.

Die Signale stehen auf Grün: „Wir haben von Bund und Land bereits die Mitteilung erhalten, dass der Ausbau im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 genehmigt ist. Der schriftliche Bescheid sollte in den nächsten Tagen vorliegen“, erklärte Nadine Leihs, Sprecherin der Regionalniederlassung Ruhr des Landesbetriebs Straßen.NRW, auf Anfrage unserer Redaktion. Dass das im Volksmund „Spaghettiknoten“ genannte Autobahnkreuz, an dem sich die Autobahnen A 3 und A 40 kreuzen, schon heute an vielen Tagen hoffnungslos überlastet ist, weiß man aus den täglichen Verkehrsmeldungen. Noch gravierender würden die Probleme in den kommenden Jahren werden, wenn man die Prognosen über die ansteigenden Verkehrsströme betrachtet (siehe Box). 2030, so sagen es die Prognosen, sind demnach auf der A 40 in östliche Richtung täglich insgesamt 104.500 Fahrzeuge unterwegs, in Gegenrichtung sorgar 114.500. Noch mehr los ist auf denr A 3: Hier rechnen die Experten 2030 mit 140.500 Fahrzeuge in nördliche und 123.900 Fahrzeug,ne in südlich Richtung – und das an jedem Werktag.

Um das Kreuz leistungsfähiger zu machen und zu entlasten, sind eine Vielzahl von Baumaßnahmen geplant:So soll die Einfahrt von der A3 auf die A 40 in Richtung Venlo erweitert und verlängert werden. Wer von der A 40 aus Richtung Venlo kommend nach Köln fährt, soll dies künftig über eine gesonderte Ausfahrt tun können. Die Ausfahrt in der Rampe von der A 40 in Richtung zur A 3 soll zweistreifig werden und so mehr Verkehr aufnehmen können. Außerdem soll auch die Einfahrt von der A 40 auf die A 3 in Fahrtrichtung Arnheim durch den Neubau der Ruhrbrücke verbessert werden. Und das sind noch längst nicht alle Bauvorhaben. „Sie alle sollen unter dem laufenden Verkehr stattfinden“, sagt Nadia Leihs. Nicht zuletzt deshalb wird die Bauzeit auf fünf Jahre veranschlagt. Schließlich müssen auch andere Maßnahmen wie der Neubau der Rheinbrücke Neuenkamp oder der sechsstreifige Ausbau der A 40 von Osten kommend von der Anschlussstellen Essen-Frohnhausen bis zum Kreuz Kaiserberg mit berücksichtigt werden. Zudem soll die A 3 auf acht Streifen erweitert werden.

Und so geht’s weiter: Wenn die schriftliche Genehmigung dem Landesbetrieb vorliegt, müssen etwaige Änderungen in die bisherigen Planungen eingebaut werden. Nach entsprechender Prüfung wird Straßen.NRW dann das entsprechende Planfeststellungsverfahren in die Wege leiten. Zuständige Genehmigungsbehörde dafür ist die Bezirksregierung Münster. „Das Planfeststellungsverfahren könnte dann noch in diesem Jahr beginnen. Die Unterlagen werden dann öffentlich ausgelegt und die Träger der öffentlichen Belange angehört, wie das in diesen Verfahren so üblich ist“, erklärt Nadia Leihs. Dazu kommt auch die Beteiligung der Öffentlichkeit. Vorbereitende Arbeiten könnten bereits im nächsten Jahr beginnen.