Kritik von der CDU Ausbau des Calaisplatzes in Duisburg kommt nicht voran

Duisburg · Der Palaisplatz am Ende der Münzstraße gegenüber dem Steiger Schwanentor soll seinen Parkplatz-Charakter verlieren und als echtes Bindeglied zwischen Altstadt und Innenhafen dienen. Das wurde bereits 2019 beschlossen. Fünf Jahre später ist dort immer noch eine Baustelle, moniert die CDU.

 Der Calaisplatz ist noch immer eine Baustelle.

Der Calaisplatz ist noch immer eine Baustelle.

Foto: CDU Duisburg

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt soll die Umgestaltung des bis dahin lediglich als Autoparkplatz genutzten Calaisplatzes in der Altstadt sowie der angrenzenden Bereiche der Unter- und Schwanenstraße den Bereich deutlich aufwerten. Nach dem Masterplan für die Innenstadtentwicklung Duisburgs ist es das erklärte Ziel, eine ansehnliche Verbindung zwischen Altstadt (Münzstraße) über den qualitativ aufzuwertenden Calaisplatz hin zum Innenhafen zu schaffen.

Der damals für 2020 geplante Baubeginn wurde aufgrund der Corona-Pandemie und durch eine sinnvolle Verknüpfung von Planungsphasen anderer Projekte wie die Verlegung einer Starkstromtrasse sowie Kanal- und Straßenbaumaßnahmen im angrenzenden Bereich allerdings erst im Herbst 2022 in Angriff genommen.

„Die CDU begrüßt den Umbau des Calaisplatzes und die Neugestaltung der angrenzenden Straßenbereiche außerordentlich. Allerdings wurden die Baumaßnahmen mittlerweile nicht nur teurer, sondern ziehen sich aufgrund archäologischer Untersuchungen und Dokumentationen von zahlreichen Bodendenkmälern im Baustellenbereich auch erheblich in die Länge“, sagt Joachim Schneider, CDU-Bezirksvertreter und stellvertretender Bezirksbürgermeister im Duisburger Stadtbezirk Mitte:

Die anhaltende Baustellensituation werte die City-Lage nicht gerade auf und stelle für Fußgänger und Straßenverkehr seit vielen Monaten ein Hindernis dar. Zudem hätten auch das angrenzende Gewerbe und die Gastronomie erhebliche Umstände und finanzielle Einbußen zu tragen, so Joachim Schneider. Er hofft bei allem Verständnis für die archäologischen Arbeiten auf eine baldige Fertigstellung der Baustelle.

„Wenn man sich die Situation vor Ort anschaut, bekommt man den Eindruck, dass derzeit ausschließlich die Archäologie akribisch arbeitet, ansonsten ruht die Baustelle. Eine attraktive Umgestaltung des Calaisplatzes ist jedenfalls nicht im Ansatz zu erkennen, denn er gleicht einem verwaisten Bauhof mit abgestellten Maschinen und Materialien“, sag er. Den zuletzt genannten Fertigstellungstermin im Frühjahr 2024 müsse man wohl leider anzweifeln.

(mtm)
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