1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Astrid Neese soll Dezernentin werden

Personalkarussell im Rathaus : Von der Agentur ins Rathaus

Astrid Neese soll Nachfolgerin von Thomas Krützberg werden.

Astrid Neese, derzeit Chefin der Duisburger Agentur für Arbeit, soll Nachfolgerin von Dezernent Thomas Krützberg werden. Der Rat entscheidet darüber in seiner Sitzung am 30. Januar. Oberbürgermeister Sören Link wird dem Rat der Stadt Duisburg in seiner kommenden Sitzung seine Kandidatin für die vakante Dezernentenposition vorschlagen. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Das Dezernat für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales soll künftig von Astrid Neese geleitet werden. Die Juristin ist derzeit Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Duisburg. Die Stelle wird bekanntlich zum 1. Mai frei.

Der Wechsel von Dezernent Thomas Krützberg zum Immobilien Management Duisburg (IMD) hatte insbesondere bei Grünen und Linken für Empörung gesorgt. Denn für die Nachfolgerin hat die SPD das Vorschlagsrecht und der Wechsel findet wenige Monate vor der Kommunalwahl statt, Beigeordnete werden dann für acht Jahre gewählt. So würde die SPD noch schnell ihre Schäfchen ins Trockene bringen, bevor sie im September möglicherweise ein auch für Duisburger Verhältnisse schlechtes Wahlergebnis erzielt. Schon im Vorfeld war in der Politik darüber spekuliert worden, dass nach der Kommunalwahl die Zuschnitte der Dezernate neu geregelt werden könnten. Ein Dezernat für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales gilt vielen als aufgebläht und verleiht dem Beigeordneten innerhalb des Verwaltungsvorstandes eine starke Machtposition. Angesichts der vielen sozialen Probleme und der vergleichsweise immer noch hohen Arbeitslosigkeit in Duisburg hatten zum Beispiel die Linken gefordert, ein eigenes Dezernat zu installieren, das sich ausschließlich um die Bereiche Arbeit und Soziales kümmert. So gesehen könnte die Benennung Astrid Neeses ein deutlicher Fingerzeig in diese Richtung sein: Sie gilt als ausgewiesene Fachfrau für Arbeitsmarktpolitik – der Kulturbereich könnte einem anderen Dezernat zugeschlagen werden.

Astrid Neese war unter anderem in Dortmund und in Recklinghausen Chefin der Arbeitsagentur gewesen, bevor sie 2016 nach Duisburg wechselte. Seit 2007 hatte sie Arbeitsagenturen geleitet. Nach dem Abitur hatte sie zunächst eine Ausbildung in der Verwaltung gemacht. Erst im Alter von 27 Jahren hatte sie dann ihr Jura-Studium aufgenommen.

(mtm)