Duisburg: Angeklagter soll 15-Jährige vergewaltigt haben

Gericht : Angeklagter soll 15-Jährige vergewaltigt haben

22-Jähriger muss sich wegen schwerer sexueller Nötigung einer Widerstandsunfähigen verantworten. Aussage steht gegen Aussage. Das Gericht schaltet einen Psychologen ein

Mit einem Sexualverbrechen unter Heranwachsenden hatte es jetzt das Amtsgericht am König-Heinrich-Platz zu tun. Die Anklage wirft einem 22-jährigen Duisburger schwere sexuelle Nötigung einer Widerstandsunfähigen vor. In der Nacht zum 30. Juli 2017 soll er sich an einer betrunkenen Jugendlichen vergangen haben.

Laut Anklage soll die damals 15-jährige Zeugin bei dem zur Tatzeit 20-jährigen Angeklagten in dessen Huckinger Wohnung zu Gast gewesen sein. Die jungen Leute schauten TV-Serien, spielten Karten und tranken Alkohol. Dem Mädchen soll davon schlecht geworden sein. Es übergab sich und schlief auf dem Bett des Angeklagten ein. Die Jugendliche soll erwacht sein, als der Gastgeber auf ihr lag und den Geschlechtsverkehr vollzog. „Hör auf. Geh sofort runter“, soll das Mädchen gefordert haben. „Ja, warte“, soll die originelle Antwort gelautet haben.

Vorwürfe, die der Angeklagte nicht nachvollziehen konnte. „Sie war bei mir. Es ging ihr nicht gut, weil sie sich wohl gerade von ihrem Freund getrennt hatte.“ Irgendwann habe sein Gast die Kleidung abgelegt und ganz offensichtlich Sex haben wollen. „Mittendrin hat sie es sich plötzlich anders überlegt. Da habe ich sofort aufgehört.“

Die 17-jährige Hauptbelastungszeugin, die auch als Nebenklägerin auftritt, sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Die Aussage habe eine Reihe von Punkten enthalten, die ihm nicht gefallen hätten, meinte anschließend der Vorsitzende des Jugendschöffengerichts. Das Gericht setzte das Verfahren aus und will nun erst einmal einen  psychologischen Sachverständigen mit einem Glaubwürdigkeitsgutachten beauftragen.

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