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Duisburg: Ambs-Ausstellung im Künstlerhaus

Ausstellung : Die Farbe steht im Mittelpunkt

Im Künstlerhaus an der Goldstraße 15 werden Werke der im März verstorbenen Künstlerin Marianne Ambs gezeigt.

Eigentlich sollte die Ausstellung, die am Freitagabend im Künstlerhaus an der Goldstraße 15 eröffnet wird, eine Verbeugung vor dem Lebenswerk von Marianne Ambs werden. Doch am 30. März starb die 1931 geborene Vollblutkünstlerin, die viele Jahre in ihrem Atelier in der alten Baerler Schule gearbeitet hatte. Nun ist die Schau eine Gedenkausstellung geworden, zugleich ist sie eine Art Vorabveranstaltung zum „Platzhirsch“-Festival, das in diesem Jahr vom Sommer auf den 23./ 24. November verschoben wurde (die RP berichtete).

Gestern beim der Pressevorbesichtigung erzählte Wolfram Ambs, Ehemann der verstorbenen Künstlerin, voller Enthusiasmus vom ungewöhnlichen Leben seiner Frau. Kennengelernt hatten sich die beiden in Norddeutschland. Dort studierte Wolfram Ambs Volkswirtschaft, seine Frau leitete damals das Studentenwohnheim. 1968 zog das Paar an den Niederrhein. In jenem Jahr begann Marianne Ambs, sich „ernsthaft“ mit Malerei zu beschäftigen, was sie seit ihrer Jugend eher hobbymäßig betrieb. Intensiv unterstützt wurde sie vom Duisburger Künstler Hannes Los. Eine Art Durchbruch war für sie, dass zwei ihrer Bilder von einer Jury für eine Ausstellung im Regionalmuseum Xanten ausgewählt wurden. Marianne Ambs bildete sich stetig weiter, besuchte beispielsweise die „Schule des Sehens“ in der Sommerakademie Salzburg. Aber das reichte ihr nicht: Von 1980 bis 1984 studierte Marianne Ambs vermutlich als älteste Studentin Freie Grafik bei Rolf Sackenheim, einem der renommiertesten Professoren der Düsseldorfer Kunstakademie.

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Eine große stilistische Vielfalt zeichnet die Werke von Marianne Ambs aus. Filigrane Grafiken stehen neben abstrakten Öl- und Acrylgemälden, die einen Schwerpunkt in ihrem Schaffen bilden. Besonders in ihren späteren Arbeiten fällt der großzügige Umgang mit der Farbe auf. Schwer zu entscheiden, ob man diesen Umgang als Spiel oder Ringen bezeichnen kann. Vermutlich ist beides richtig. Gelegentlich verließ Marianne Ambs auch die Abstraktion und schuf farbenfrohe Selbstporträts, die expressionistisch geprägt sind.

Bis ins hohe Alter habe ihre Produktivität angehalten, berichtet ihr Mann Wolfram, der nicht verhehlt, dass er das künstlerische Schaffen seiner Frau bewundert, was man gut nachvollziehen kann.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 17. August, 19.30 Uhr, wird Wolfram Ambs nach der Ausstellungseinführung von Kurator Josef Tobias (Platzhirsch-Festival), über das Künstlerleben seiner Frau sprechen. Die Ausstellung kann an den beiden folgenden Tagen von 15 bis 18 Uhr sowie bis zum 2. September nach Vereinbarung besichtigt werden (Tel. 0152 07047504).