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Duisburg: Altersproblem bei Konzertbesuchern

Kulturleben in Duisburg : Altersproblem bei Konzertbesuchern

Die Zahl der Abonnements für die Philharmonischen Konzerte in Duisburg ist rückläufig. Deshalb kamen in der Spielzeit 2018/2019 über 1000 Besucher weniger. Mit Sonderangeboten und Aktionen soll nun gegengesteuert werden.

Mit 80 Prozent Auslastung sei dies immer noch „stattlich“, heißt es in der jetzt vorliegenden Statistik zur vergangenen Spielzeit, die in der Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag diskutiert wird. Aus Altersgründen, so heißt es dort, würden immer mehr Abonnements für die Philharmonischen Konzerte gekündigt. Dies lässt sich anhand von Zahlen belegen: In der Spielzeit 2017/2018 pilgerten 32.782 Besucher zu den 24 Konzerten in die Philharmonie Mercatorhalle, wie der Große Saal jetzt offiziell heißt. In der jüngsten Spielzeit ging die Besucherzahl um 1034 auf 31.748 zurück. Im Durchschnitt sind dies 43 Besucher pro Veranstaltung weniger. Die Verwaltung sieht dies nicht ohne Sorge: Den Abonnenten komme „eine besondere Bedeutung im Hinblick auf eine stabile Grundauslastung zu“, heißt es in der entsprechenden Vorlage. Weiter heißt es wörtlich: „Die überwiegend aus Altersgründen verloren gehenden Abonnenten werden derzeit nicht in vollem Umfang durch Neuzugänge ersetzt“. Deshalb setzten die Verantwortlichen nun auf Sonderangebote und Aktionen zur Abonnentenwerbung, um den Schwund bei diesen regelmäßigen Besuchern der Philharmonischen Konzerte auszugleichen.

Bei den kleineren Konzertformaten gab es indes Steigerungen zu verzeichnen. So stieg die Auslastung bei den Kammerkonzerten um sieben Prozentpunkte auf 77 Prozent. Die Besucherzahl lag bei 5598. Die Konzerte im Education-Bereich wie „Klasse Klassik Junior“ (96 Prozent) und „Klasse Klassik Mini“ waren nahezu ausverkauft.

Beim Schauspiel gab es durch den Wasserschaden vom 5. April im Theater einen Besucherrückgang, denn das geplante Gastspiel „Die Welt im Rücken“ des Burgtheaters Wien und vier weitere Vorstellungen bis zum Juni fielen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Dennoch zeigen sich die Verantwortlichen mit dem Zuspruch von insgesamt 22.000 Besuchern noch zufrieden. Das lag an der „sehr gut besuchten“ ersten Spielzeithälfte, unter anderem mit den Gastspielen „Caligula“ vom Berliner Ensemble mit Constanze Becker und „Konstellationen“ mit Suzanne von Borsody vom Eurostudio Landgraf.

Zum Theatertreffen der 40. Duisburger Akzente unter dem Titel „Utopien“ waren Schauspielproduktionen aus Hannover, Hamburg und Wien zu Gast in Duisburg. Eröffnet wurde das Festival mit der Eigenproduktion von „Romeo und Julia“ unter der Regie von Kevin Barz, das in den regulären Spielplan übernommen wurde.

Die vier Festivals (Tanztage, Duisburger Akzente, Kinderkulturfestival und Traumzeit) erfreuten sich größerer Beliebtheit als in der vorigen Spielzeit (siehe Box). So war die Traumzeit 2019 an zwei von drei Tagen ausverkauft. Einschließlich der Besucher der kostenlosen Open-Air-Konzerte stieg ihre Zahl von 23.000 auf rund 26.000.

In der Spielzeit 2918/2019 gab es insgesamt 772 Veranstaltung mit zusammen 181.419 Besuchern.