1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Afrikanische Kunst als Bindeglied der Kulturen in Marxloh

Kunst im öffentlichen Raum : Afrikanische Kunst als Bindeglied zwischen den Kulturen in Marxloh

Sie verleitet uns anfangs oft zu erstaunten Fragen, mit der Zeit neigt sie zur Unauffälligkeit und scheint unserer Aufmerksamkeit zu entschwinden, weil ihr Anblick zur Normalität wird: Die „Kunst im öffentlichen Raum“.

Der Künstler El Loko stammt aus Pédakondji in Togo. Seine Skulptur „Familie und Erinnerung“ ist Teil der Kunstwerke, die entlang der Wolfsbahntrasse in Marxloh zu sehen sind. Entstanden ist sie im Rahmen eines Bildhauer-Symposiums zu den Duisburger Akzenten 1998. Dessen Grundgedanke war es, Marxloh durch Kunst aufzuwerten und die dort lebenden Bürger mit und ohne Migrationshintergrund zu verbinden.  „El Lokos Projektion der eigenen fernen Heimat und Identität steht auch für eine Beschwörung der alten Traditionen und der großen Kunstfertigkeit der afrikanischen Kunst“, ist auf der Internet-Seite des 2016 verstorbenen Künstlers zu lesen.

Edoh Lucien Loko – so sein Name – wurde 1950 in Togo geboren. 1965 begann er eine Ausbildung als Textildesigner in Accra (Ghana). 1971 kam er nach Düsseldorf und studierte bis 1976 an der Staatlichen Kunstakademie Skulptur, Malerei und Grafik bei Joseph Beuys, Rolf Crummenauer und Erwin Heerich. 1977 folgte der Abschluss im Bereich Freie Kunst und die Ernennung zum Meisterschüler. Als freischaffender Künstler lebte und arbeitete er abwechselnd in Köln und seiner Heimatstadt in Togo. Beachtung fanden nicht nur seine Arbeiten unter dem Titel „Kosmisches Alphabet“. El Loko war vielseitig: Er schuf Malerei, Skulpturen, Wandreliefs, Installationen und Fotoarbeiten.