Duisburg: 90. Ausgabe der Hafen-Jam am Donnerstag

Hafen-Jam in Szenekneipe : Ruhrorter „HFN Jam“ ist kult

Am Donnerstagabend findet das spezielle „Hafenkonzert“ zum 90. Mal in der Ruhrorter Szenekneipe „Zum Hübi“ statt.

Mittlerweile ist es kult, was sich seit Februar 2012 im „Hübi“, der „Kneipe am Hafen“, monatlich zuträgt. An jedem letzten Donnerstag im Monat treffen sich in der besagten Szenekneipe auf der Ruhrorter Hafenpromenade nämlich Leute, die miteinander Live-Musik machen. „HFN Jam“ heißt die Veranstaltung, die im Sommer meist draußen, ansonsten drinnen stattfindet. Am kommenden Donnerstag, dem 25. Juli, um 19.30 Uhr, geht die 90. Ausgabe über die Bühne.

Erfinder der Veranstaltungsreihe sind vor allem Musiker um Klaus Grospietsch herum. Er und seine Mannen Rudi Gall, Thomas Warnecke und Holger Schörken beschlossen einst, die Sache beim „Hübi“ auszutragen und sprachen Dirk Hübertz, den Kneipenwirt, an. Der war sofort Feuer und Flamme und mit von der Partie. Doch auch Heiner Heseding, heute Moderator des Kreativquartiers Ruhrort, wie Sohn Pepe, Martin Morsch, Bernd Eisenblätter und Ansgar Ischinski gehörten zur „Crew der ersten Stunde“.

Dreh- und Angelpunkt aller Abende, ist aber ohne Zweifel der anarcho-charmante Moderator Thommie Black, alias Thomas Warnecke. Ohne ihn geht gar nichts. Er gibt den Ton an und das Startzeichen zum Musizieren: von ziemlich schräg, über kurios und unterhaltsam bis feuchtfröhlich. Jeder, auch jede, darf mitmachen, egal ob Laie, Semiprofi oder gestandener Musiker und egal wie das Ganze klingt. Hauptsache Spaß macht es den Musikern und der inzwischen zahlreich angewachsenen „Session-Gemeinde“.

Doch wer glaubt, die Sache gerät ins Chaos, der irrt hat man sich doch auch Regeln gegeben, darunter diese: „Im Viertelstundentakt wechseln sich die Musiker auf der Bühne ab. Dazwischen wird moderiert. Voraussetzungen gibt es keine. Eigene Instrumente wären nett. Schlagzeug und tontechnisches Equipment sind aber da. Das Covern sollte vermieden oder gut getarnt werden. Der Eintritt ist frei. Um die Musiker locker und die Zuhörer gefügig zu machen, wird Hafenwasser, sogenanntes „HFN H2O“, gereicht.“ „HFN“ wird übrigens wie „Hafen“ gesprochen. Aus graphischen Gründen des Logos hat sein Erfinder Holger Schörken einfach nur die Vocale weggelassen. Apropos weglassen: Scheitern wird beim „HFN Jam“ stets als Chance begriffen.

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