Prozess in Münster 39-Jähriger Duisburger muss wegen Kindesmissbrauchs für achteinhalb Jahre ins Gefängnis

Duisburg/Münster · Der Mann wurde im Rahmen der Ermittlungen zum Missbrauchskomplex Münster überführt und war bereits vor zwei Jahren wegen ähnlicher Taten verurteilt worden. Mindestens einer der angeklagten Fälle soll in Duisburg stattgefunden haben.

Der Prozess fand im Landgericht Münster statt.

Der Prozess fand im Landgericht Münster statt.

Foto: dpa/Guido Kirchner

Das Landgericht Münster hat am Freitag einen 39-jährigen Mann aus Duisburg wegen schweren sexuellen Missbrauchs dreier Kinder zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Da dieser auf Rechtsmittel verzichtet habe, ist das Urteil rechtskräftig.

Die Entscheidung entsprach der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Verteidigung des Manns schloss sich dem an. Unter den drei Opfern war auch der Ziehsohn eines bereits im Rahmen des Missbrauchskomplex Münster verurteilten Haupttäters.

Der laut einer Gerichtssprecherin zuletzt in Duisburg wohnhafte 39-Jährige wurde bereits im Juni 2020 rechtskräftig wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt.

Das Gericht verurteilte ihn nun für 15 Taten, die er vor seiner ersten Verurteilung begangen hatte. Diese ereigneten sich zwischen Juli und Dezember 2019 in Billerbeck, Duisburg, Schöppingen und Winterberg.

Im Zusammenhang mit dem vor über zwei Jahren aufgedeckten Komplex wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Prozesse geführt. Die vier Haupttäter wurden im Juli vergangenen Jahres zu langen Haftstrafen und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Sie hatten Kinder zum Teil über Tage hinweg in einer Gartenlaube schwerst sexuell missbraucht. Durch die Auswertung umfangreichen Videomaterials geraten immer wieder neue Verdächtige ins Visier der Ermittler.

(mlat/AFP)