Duisburg: 37 Millionen Euro Fördergeld für City-Wohnpark

Förderung in Höhe von 37 Millionen : Verjüngungskur für den City-Wohnpark

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach übergab am Mittwoch den Fördermittelbescheid in Höhe von 37 Millionen Euro.

Den Termin hat Sören Link besonders gerne wahrgenommen. Am Mittwoch war Ina Scharrenbach (CDU), NRW-Ministerin für Bauen und Kommunales, im City-Wohnpark zu Gast. Und sie hatte ein schönes Gastgeschenk im Gepäck. Das war immerhin der Fördermittelbescheid des Landes für die Sanierung der zwischen Hochfeld und Innenstadt gelegenen Wohnanlage, die in den 1970er-Jahren erbaut wurde. Nicht weniger als 37 Millionen erhält die Stadt aus Mitteln des landesweiten Modernisierungsprogramm "Besser Wohnen – Zu Hause im Quartier". Mit diesem Programm wird gezielt in den bereits vorhandenen Wohnungsbestand investiert und bezahlbares Wohnen langfristig gesichert.

Mit den Millionen vom Land wird der City-Wohnpark bis Ende 2025 grundlegend saniert. Dazu gehören die Erneuerung der Fassaden und Fenster, die Wohnanlage erhält auch komplett neue Dächer. Zudem erfährt der jetzt schon grüne Außenbereich eine zusätzliche qualitative Aufwertung. Der Park mit seinem großen Baumbestand wird gestalterisch optimiert, der Quartiersplatz mit dem jetzt schon vorhandenen "Café Heimatherz" wird ebenso renoviert wie die Sport- und Spielflächen. Die Hauseingänge werden barrierefrei gestaltet, der komplette Bereich wird luftiger und vor den Zugängen sorgen Lichtbögen für Helligkeit.

Der City-Wohnpark gehört zum Bestand der Gebag. Rund 1200 Menschen aus 34 Nationen leben hier in 424 – öffentlich geförderten – Wohnungen. "Mit den geplanten Sanierungsmaßnahmen machen wir deutlich, das wir uns auch um unseren Bestand kümmern", sagte Gebag-Chef Bernd Wortmeyer mit Blick auf die zuletzt viel diskutierten Neubauprojekte wie "6-Seen-Wedau". "Nicht wenige empfahlen uns, den gesamten Komplex abzureißen", erinnerte sich Wortmeyer. Beim städtischen Wohnungsunternehmen verfolgte man einen anderen Ansatz. "Auch ein Rückbau kam für uns nicht in Frage", so der Gebag-Chef.

Auch Bibiana Grosser vom Architekturbüro Druschke und Grosser, das  gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten des Bochumer Unternehmens wbp die Objektsanierung planerisch begleitet, findet den Standort optimal und auch den Zuschnitt der Wohnungen durchaus zeitgemäß. Sie erläuterte, dass alle Planungen auch zum Ziel haben, dass sich die Menschen mit ihrem Wohnumfeld identifizieren und nachbarschaftliche Begegnung ermöglicht wird.

Gebag-Projektleiter Ralf Lützenrath erwähnte, dass das Wohnungsunternehmen die Wohnungen aus Eigenmitteln zusätzlich nach und nach saniert: "Das passiert vor Neubelegungen, da findet praktisch eine Komplett-Renovierung statt." Außerdem werde nicht nur der gesamte Bereich des City-Wohnparks den heutigen Ansprüchen nach umgestaltet, mit Blick auf die E-Mobilität ist in Zukunft eine ausreichende Anzahl von Ladestationen vorgesehen. Und auch Carsharing wird in unmittelbarer Nähe des City-Wohnparks möglich sein. Bernd Wortmeyer ist sich ziemlich sicher, dass nach den Sanierungsmaßnahmen der City-Wohnpark ein nachgefragter Wohnungs-Standort sein wird.