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Duisburg: 2386 Ukraine-Flüchtlinge beim Jobcenter gemeldet

Neue Arbeitslosenstatistik : 2386 Ukrainer beim Jobcenter Duisburg gemeldet

Mit der Änderung zum 1. Juni können Ukraine-Füchtligne beim Jobcenter Leistungen zur Grundsicherung beantragen. Das hat auch Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote in Duisburg.

Aktuell sind 2386 Ukrainerinnen und Ukrainer beim Jobcenter Duisburg gemeldet. Das teilte die Arbeitsagentur am Mittwoch mit. Dadurch sei auch ist die Arbeitslosigkeit um 2258 Menschen gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen.

„Betrachtet man die Situation am Duisburger Arbeitsmarkt unabhängig von dieser Entwicklung, so zeigt sich die Zahl der arbeitslosen Menschen gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert“, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Auf der Stellenseite sehen wir weiterhin keine großen Bewegungen. So wurden uns 938 neue Stellen gemeldet, 76 mehr als noch im Mai. Auch der Bestand freier Stellen liegt nahezu in auf dem Niveau des Vormonats.“

Mit 31.870 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 2258 Menschen mehr als im Mai von Arbeitslosigkeit betroffen– ein Plus von 7,6 Prozent. Allerdings waren in diesem Monat 116 Menschen oder 0,4 Prozent weniger als vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 12,3 Prozent, 0,9 Prozentpunkte über dem Wert vom Mai. Im Juni 2021 lag die Quote, wie auch in diesem Monat, bei 12,3 Prozent.

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Aktuell sind in Duisburg noch 1329 Ausbildungsplätze unbesetzt und bieten interessierten Jugendlichen Chancen für den Start ins Berufsleben. Bei den gemeldeten Ausbildungsstellen ist im Vergleich zu Juni 2021 mit einem Plus von 11,5 Prozent ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. „Die Unternehmen setzen nach den Jahren, die stark durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geprägt waren, wieder auf die duale Ausbildung“, erklärt Zimmermann.

„Die Sommerferien haben begonnen und 1081 Jugendliche in Duisburg wissen noch nicht, wie es im Herbst weitergehen wird. Es gilt nun, die Zeit bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres zu nutzen und sich bei der Entscheidung beraten und unterstützen zu lassen. Wenn es mit dem ersten Berufswunsch nicht geklappt hat, ist es wichtig, eine Alternative zu entwickeln. Die Fachleute aus der Berufsberatung sind jederzeit erreichbar und stehen mit Rat und Tipps für den individuell passenden Weg in den Beruf gern zur Verfügung.“

(RP)