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Nach vier Jahren Beratung: „Duisburg 2027“ in der heißen Phase

Nach vier Jahren Beratung : „Duisburg 2027“ in der heißen Phase

In Kürze präsentiert die Stadt ein vorläufiges Strategiekonzept von "Duisburg 2027" – nach vier Jahren Ausarbeitung. Bis Mitte Mai können sich die Bürger weiter einbringen.

In Kürze präsentiert die Stadt ein vorläufiges Strategiekonzept von "Duisburg 2027" — nach vier Jahren Ausarbeitung. Bis Mitte Mai können sich die Bürger weiter einbringen.

Das Projekt "Duisburg 2027" geht nach vier Jahren Beratung und vorläufiger verwaltungsinterner Ausarbeitung der Ergebnisse im nächsten halben Jahr in die heiße Phase. Im Rahmen einer zentralen Auftaktveranstaltung mit Oberbürgermeister Sören Link und Carsten Tum, Leiter des Stadtentwicklungsdezernates, am 28. Januar im Berufskolleg Neudorf wird der vorläufige Entwurf des "Teilräumlichen Strategiekonzeptes" (TSK) offiziell vorgestellt. Damit ist der Prozess, der im Jahr 2008 mit zahlreichen Bürgerforen begann, jedoch noch nicht abgeschlossen. Während die "Strategie für Wohnen und Arbeiten" im Dezember des vergangenen Jahres vom Rat beschlossen worden ist, sei das TSK laut Projektleiter Arne Lorz "noch recht abstrakt".

Es handele sich lediglich um einen Entwurf. Nach der Auftaktveranstaltung werden die Pläne und Karten, die sich mit der Flächennutzung der Stadt im Hinblick auf Wohngebiete, Industrie und Grünflächen beschäftigen, zwischen dem 29. Januar und 6. Februar in mehreren Abendveranstaltungen in den Bezirken Homberg/Ruhrort/Baerl, Meiderich/Beeck, Süd, Mitte, Rheinhausen, Hamborn und Walsum einzeln vorgestellt. "Wir wollen das Wissen der Leute vor Ort abholen. Sie kennen sich dort am besten aus", so Lorz. Nach der Präsentationsphase können sich die Bürger dann noch einmal aktiv beteiligen und bis zum 17. Mai schriftlich oder per E-Mail weitere Anregungen äußern. Alternativ können Vorschläge und Anmerkungen auch zwischen Februar und April in Workshops vorgebracht werden, die in allen Bezirken stattfinden. Dort soll Raum für konstruktive Diskussionen, der Suche nach Alternativmöglichkeiten und dem Erörtern von ortsspezifischen Einzelthemen gegeben werden. "Jeder kann noch einmal oder ganz neu einsteigen", sagte Tum.

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"Die Bürgerforen waren eine grandiose bürgerschaftliche Leistung"

Es sei wichtig, eine große Transparenz in den Prozess zu bringen, um später hohe Akzeptanz für das fertige Werk, einen Flächennutzungsplan, zu schaffen. Neben der Beteiligung der Öffentlichkeit sollen insbesondere auch Fachakteure aus Wohnungswirtschaft, Umwelt und Wirtschaft in einem gesonderten Workshopprozess an der Erarbeitung eines endgültigen Entwurfes mitwirken. Daneben bietet das Stadtentwicklungsdezernat allen weiteren Institutionen wie Bürgervereinen an, spezielle Termine zu vereinbaren, um Themen zu erläutern. "Wir sind im Moment noch in keinem förmlichen Beteiligungsverfahren und wollen den kommunikativen Dialog so hoch wie möglich halten", so Arne Lorz.

Casten Tum lobt den bisherigen Verlauf von "Duisburg 2027": "Die Bürgerforen waren eine grandiose bürgerschaftliche Leistung", lobt er und weist auf die langfristige Perspektive des Vorhabens hin: "Es ist viel mehr als ein Flächennutzungsplan. Der Prozess analysiert, wo wir stehen und wo wir in Zukunft hinwollen", so der Dezernatsleiter. Das Projekt sei hingegen nicht dafür angelegt, alle kurzfristigen Probleme zu lösen, ergänzte Lorz.

Nach der Auswertung der eingegangenen schriftlichen Vorschläge und der Ergebnisse der Workshops mit Bürgern und Fachakteuren wird das Strategiekonzept ab Mai noch einmal überarbeitet und dem Rat voraussichtlich nach der Sommerpause zum Beschluss vorgelegt werden.