Duisburg: Dreuw kehrt als Chef zurück

Duisburg : Dreuw kehrt als Chef zurück

Bernhard Dreuw ist neuer Leiter der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirugie im St. Johannes- und St. Barbara-Hospital. Er ist kein Unbekannter, denn bereits bis 2008 arbeitete er dort als Oberarzt.

Als Privat-Dozent Dr. Bernhard Dreuw Anfang Mai seine neue Stelle als Chefarzt im St. Johannes- und St. Barbara-Hospital antrat, wurde er von vielen bekannten Gesichtern mit einem Lächeln empfangen. "Dass ich bei vielen Mitarbeitern und Kollegen anscheinend in so positiver Erinnerung geblieben bin, freut mich natürlich sehr", sagt Dreuw.

Zwischen 2005 und 2008 arbeitete er als Oberarzt in den beiden Häusern des Katholischen Klinikums Duisburg (KKD). Um eine weitere Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen und selbst einen Chefarztposten zu bekommen, zog es ihn danach für drei Jahre nach Mönchengladbach. Duisburg hat er dabei aber nie aus den Augen verloren.

"Zunächst einmal muss ich nun zu meinem Wohnort Dinslaken nur noch zwölf Kilometer fahren, das ist sicherlich ein Hauptgrund", räumt Dreuws ein. Aber auch darüber hinaus sieht er die Vorteile in Duisburg. So arbeitet er nun in einem Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Düsseldorf und betreut somit viele Medizinstudenten in ihrem praktischen Jahr. Es mache ihm schlichtweg große Freude, angehende Mediziner auszubilden. Auch insgesamt genieße das St. Johannes- und das St. Barbara-Hospital ein hohes Ansehen und biete eine gewaltige medizinische Bandbreite. "Hier zu arbeiten stellt für mich einfach eine größere und schönere Herausforderung dar", sagt der 52-Jährige.

Alles in allem musste er es sich also nicht zweimal überlegen, als er die Chance bekam, seinem alten Vorgesetzten, Professor Reinhard Kasperk, nachzufolgen. Nun möchte er Bewährtes fortführen und vielversprechende neue Methoden und Techniken integrieren. Minimal-invasive Operationen sind dabei sein Steckenpferd, vor allem bei Operationen der Speiseröhre. Dadurch ist es bei vielen Eingriffen nicht mehr nötig, den Körper aufzuschneiden. Stattdessen wird mit kleinen Einstiegslöchern, medizinischen Werkzeugen an langen Stäben und einer kleinen Kamera gearbeitet. Das bedeutet für den Patienten kleinere Narben und weniger Schmerzen.

Neben der Zeit, die er bei vielen Operationen und den Managementaufgaben verbringt, sollen aber auch die zwischenmenschlichen Töne nicht zu kurz kommen. Ein gutes Betriebsklima ist ihm dabei ebenso wichtig, wie die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt und der Patientenkontakt. "Jeder Patient soll nachher sagen, er sei hier gut behandelt worden, und zwar in zweifacher Hinsicht: medizinisch und menschlich", bringt es Dreuw auf den Punkt.

(RP)
Mehr von RP ONLINE