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Duisburg: Drei Tenöre zum Finale der DRK-Operngala

Duisburg : Drei Tenöre zum Finale der DRK-Operngala

Die zehnte Opern-Gala zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes Duisburg im wieder ausverkauften Theater war ein großer Erfolg. Für den guten Zweck kam auch diesmal ein sechsstelliger Betrag zusammen.

Ein Jubiläum einer schönen Tradition: Zum zehnten Mal stieg jetzt im wieder ausverkauften Duisburger Theater die alljährliche Opern-Gala der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg und der Duisburger Philharmoniker zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes Duisburg. Wie der neue Schirmherr Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG, in seinem Grußwort hervorhob, kam auch diesmal wieder ein sechsstelliger Betrag für den guten Zweck zusammen, auch dank einiger Großspender wie ThyssenKrupp und der Firma Hellmich. Die Moderatorin Dunja Hayali vom ZDF verriet allerdings später, dass die Vorjahres-Marke von 208 000 Euro noch nicht geknackt war.

Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass dieses Event ein Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben unserer Stadt ist. Erstklassige Opernmusik hören sowie danach erstklassig essen und trinken, damit gleichzeitig etwas Gutes tun für Menschen, denen es nicht so gut geht — für diese gelungene Kombination geben viele Menschen gerne viel Geld aus. Das ist etwas für Kenner und Liebhaber, das besuchen auch Leute, die sonst eher selten in der Oper sind, aber spätestens durch diesen Genuss auch zu Freunden der Rheinoper und der Philharmoniker werden. Der aufgeklebte, glitzernde rote Stern verbindet zufriedene Menschen. Selbstverständlich kamen die Eintrittsgelder und Spenden wieder in voller Höhe dem Roten Kreuz zu Gute, selbstverständlich verzichteten alle Beteiligten dafür wieder auf eine Gage: fünf Sängerinnen und neun Sänger, der von Christoph Kurig einstudierte Chor der Rheinoper und die Duisburger Philharmoniker, geleitet von Lukas Beikircher, dem neuen ersten Kapellmeister der Rheinoper, den viele Besucher als außergewöhnlich entspannten Dirigenten empfanden.

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Auf dem Programm standen "Sternstunden der Oper", von dem Vorspiel zum dritten Aufzug der Oper "Lohengrin" von dem vor 200 Jahren geborenen Richard Wagner bis zu Ohrwürmern aus der Operette "Die Csárdásfürstin" von Emmerich Kálmán. Beim Triumphmarsch aus "Aida" von dem gleichfalls vor 200 Jahren geborenen Giuseppe Verdi standen auf der Bühne auch sechs zusätzliche, längliche Aida-Trompeten, die eigens für diese Oper gebaut worden waren. Besonders gefeiert wurde der serbische Star-Tenor Zoran Todorovich mit der Arie des Canio "Vesti la giubba" aus der Oper "Pagliacci" von Ruggero Leoncavallo (diese Partie wird Todorovich noch in dieser Spielzeit als Gast an der Rheinoper verkörpern) und der Arie des Sou-Chong "Dein ist mein ganzes Herz" aus der Operette "Das Land des Lächelns" von Franz Lehár.

Dunja Hayali überzeugte durch eine ebenso persönliche wie bodenständige Moderation, auch wenn eine philharmonische Cellistin sie korrigieren musste, als sie den Namen des "Carmen"-Komponisten Georges Bizet fälschlich wie "baiser" aussprach — das bedeutet auf Französisch aber "Küsschen" (und das ist noch die jugendfreie Übersetzung). Am Ende reichte die Moderatorin ihren Blumenstrauß weiter an die betreffende Cellistin.

Als Finale gab es die Arie des Calàf "Nessun dorma" aus der Oper "Turandot" von Giacomo Puccini — wie weiland bei Pavarotti & Co. mit drei Tenören (Zoran Todorovich, Evgenii Nagovitcyn und Sergej Khomov). Als Zugabe ließ Lukas Beikircher alle Solisten unabgesprochen noch einmal "Nessun dorma" singen — ein Riesenspaß für alle.

(hod)