Duisburg: Drei Akzente-Hörspiele in Ruhrort

Duisburg: Drei Akzente-Hörspiele in Ruhrort

Im Lokal Harmonie gibt es vielfältige Radiokunst: Es geht um Max Schmeling, ein Feature über Syrien und um den vergessenen Krieg in Algerien.

Die mit Hörspielen und Hörtheater, Features und Dokumentationen reichhaltig gespickten Jahresprogramme vom Lokal Harmonie haben das Kreativquartier Ruhrort inzwischen zu einem Zentrum für Radiokunst gemacht. So ist es folgerichtig, dass auch die diesjährigen Duisburger Akzente mit solchen Radioveranstaltungen zum Thema "Nie wieder Krieg?" in dem Szene-Lokal Station machen.

Am Samstag, 10. März um 20 Uhr, geht es los: Dann gibt es das WDR-Hörspiel "Titelverteidigung" (2005) von Paul Barz. In diesem geht es um die deutsche Boxlegende Max Schmeling, gesprochen von Axel Prahl (bekannt vor allem als Hauptkommissar Frank Thiel aus dem Münsteraner "Tatort"). Das Hörspiel zeichnet das Bild eines exponierten, aber menschlich gebliebenen Sportlers in einem diktatorischen System. Schon zu den Akzenten 2006 ("Woran Glauben?") zog die damalige Hörspiel-Präsentation viele Interessierte in die Zentralbibliothek. Am Tag darauf (Sonntag, 11. März um 18 Uhr) findet an gleicher Stelle in Ruhrort das preisgekrönte Radiofeature "Papa, wir sind in Syrien" (2016) von Christian Lerch statt. Beim letztjährigen "Prix Europa" wurde die RBB/WDR-Gemeinschaftsproduktion in der Kategorie "Beste Radio-Dokumentation" mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Im Anschluss an das Feature gibt es ein Gespräch mit dem Autor und der WDR-Redakteurin Leslie Rosin, moderiert vom Ruhrorter Quartiersmanager Heiner Heseding.

  • Duisburg : Lokal Harmonie: Radiokunst auf hohem Niveau in Ruhrort

Am Schlusstag der Akzente (Sonntag, 18. März um 18 Uhr) lässt sich dann auch das Hörtheater des Radiosenders Deutschlandfunk Kultur im Lokal Harmonie auf das Festivalthema ein: Zum 82. Geburtstag des am 7. März 1936 in Paris geborenen, 1982 aber bereits verstorbenen Autors George Perec wird mit dem Hörspiel "Kneift Karadings vorm Krieg?" (2006) an einen vergessenen Krieg im Algerien der 1950er und 1960er Jahre erinnert. Anschließend wird zu einem Publikumsgespräch mit dem Produktionsteam eingeladen.

(O.R.)