Duisburg: Drahtesel für den guten Zweck

Duisburg: Drahtesel für den guten Zweck

Hilfsbereite Bürger aus Duisburg und vom Niederrhein spendeten ihre Fahrräder. In Rumänien wurden sie verkauft. Vom Erlös richtete ein Waisenhaus eine Radwerkstatt ein.

Radler aus Duisburg und vom Niederrhein haben es möglich gemacht: In der Stadt Alesd in Rumänien ist eine Fahrradwerkstatt entstanden. Sie soll dem Waisenhaus in Alesd, das vorwiegend von Spenden abhängig ist, ein weiteres finanzielles Standbein verschaffen. Außerdem sollten Jugendliche aus dem Waisenhaus in der Werkstatt eine Ausbildung beginnen können, um so eine Arbeitsperspektive zu bekommen. Alesd liegt im Nordwesten Rumäniens, unweit der Grenze zu Ungarn.

Dies konnte nur erreicht werden, weil viele Bürger ihre gebrauchten, aber gut erhaltenen Fahrräder für Rumänien gaben. Dort wurden sie verkauft. Der Erlös reichte, um die Werkstatt einzurichten. "Das Waisenhaus der evangelischen Kirchengemeinde ist großartig", sagt Horst Manja, einer der Geschäftsführer der Wert.Arbeit GmbH und Mitinitiator des Projekts "Fahrradwerkstatt".

"Dort werden die Kinder gut gefördert. Schön, dass wir einen Teil dazu beitragen konnten und danke an alle, die das Gelingen mit Spenden von Fahrrädern und Arbeitskraft unterstützt haben."

  • Eishockey : EVD siegt beim Lieblingsgegner

Mittlerweile konnte Alexander aus dem Waisenhaus bei der Tuwas Genossenschaft in Moers und in der Eingliederungswerkstatt lernen, wie eine Werkstatt funktioniert und Fahrräder professionell repariert und in verkehrssicheren Zustand versetzt werden. Außerdem konnte er überprüfen, welche Werkzeuge in Alesd noch fehlen.

"Mitte Oktober geht ein letzter Transport nach Alesd", erzählt Rainer Tyrakowski-Freese, Geschäftsführer der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers und ebenfalls Initiator des Projekts. "Anschließend soll die Werkstatt aus eigener Kraft bestehen können. Das war der Plan. Wir sind nach all den Erfahrungen zuversichtlich, dass das gut gelingt."

Gesucht werden diesmal allerdings keine fahrbereiten Räder, sondern Ersatzteile wie Fahrradschläuche und -mäntel, Bremsen, Beleuchtung, Dynamos oder reparaturbedürftige Stahlrösser.

(RPN)
Mehr von RP ONLINE