Duisburg: Dr. Daniela Lesmeister soll Rechtsdezernentin werden

Duisburg : Dr. Daniela Lesmeister soll Rechtsdezernentin werden

Die CDU hat sich intern festgelegt: Die 37-Jährige wird Nachfolgerin von Rechtsdezernent Wolfgang Rabe.

Der Verwaltungsvorstand im Rathaus wird offenbar nicht länger eine reine Männerriege bleiben. Bei der CDU soll die Entscheidung für den vakanten Spitzenjob an der Spitze des Rechtsdezernats jetzt gefallen sein: Dr. Daniela Lesmeister hat demnach die besten Karten, neue Rechtsdezernentin in Duisburg zu werden. Zwar hat die CDU alleine keine Ratsmehrheit, sie hat aber das allgemein akzeptierte Vorschlagsrecht für die Nachfolge von Wolfgang Rabe.

Rabe war Anfang April von einer Mehrheit der Duisburger Ratsmitglieder nicht wiedergewählt worden. Rabe war Mitglied der Stadtspitze, die nach der Loveparade-Katastrophe 2010 in die Kritik geraten war, das Technofestival gegen Sicherheitsbedenken durchgesetzt zu haben.

Die Personalentscheidung aus Duisburg spricht sich in den überregionalen Kreisen der Union offenbar schnell herum: Bevor sich Lesmeister überhaupt den Fraktionen, die sie in der Ratssitzung am 29. September wählen sollen, vorgestellt hat, soll ihr der ehemalige Kanzleramts-Chef und Generalsekretär Ronald Pofalla auf einer Vorstandssitzung der Kreis Klever CDU bereits zu ihrem neuen Job in Duisburg gratuliert haben. Pofalla ist dort Ehrenvorsitzender, Lesmeister die stellvertretende Vorsitzende. An der Qualifaktion und Reputation der promovierten Volljuristin, die derzeit im NRW-Gesundheitsministerium das Referat für den Maßregelvollzug leitet, wird jedenfalls niemand rütteln wollen.

Sie hat mit 37 Jahren eine steile Karriere hinter sich, studierte neben ihrem Dienst als Polizeikommissarin und war bis 2010 persönliche Referentin des damaligen NRW-Arbeitsministers Karl-Josef Laumann.

Ganz nebenbei gründete Lesmeister mit ihrem Mann 2003 die in Duisburg ansässige Hilfsorganisation "I.S.A.R.", deren Präsidentin sie bis heute ist und für diesen ehrenamtlichen Einsatz vor vier Jahren als "stille Heldin" mit dem Medienpreis "Bambi" ausgezeichnet wurde. Lesmeister selbst will sich auf Anfrage zu ihrer Bewerbung nicht äußern, sie verweist auf das laufende Verfahren.

(RP)
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