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"Djäzz" verlässt den Keller an der Börsenstraße in Duisburg

Kult-Kneipe wechselt den Standort : „Djäzz“ verlässt den Keller an der Börsenstraße

Fans der Diskothek spekulieren über einen möglichen neuen Standort und einen Umzug ins Grammatikoff am Dellplatz. Die Suche nach neuen Räumen hat jedenfalls ein Ende gefunden.

Es gibt Nachrichten aus der derzeit so stillen Duisburger Partyszene: Der beliebte Club „Djäzz“ verlässt seine Kellerräume an der Börsenstraße. „Wir freuen uns, verraten zu können, dass die Suche nach neuen Räumen ein Ende gefunden hat“, teilten die Verantwortlichen mit. Im Internet haben die Spekulationen um einen zukünftigen Standort begonnen.

Denn: Wohin und wann das „Djäzz“ umziehen wird, wollen die Entscheider um Özkan Ulucan noch nicht bekannt geben. „Noch wird viel geplant, kalkuliert und gesponnen, aber wir sind sehr guter Dinge, dass wir am neuen Standort unsere Vorstellungen und Ideen wesentlich besser umsetzen können, als es bisher der Fall war“, heißt es in einem Statement auf der Facebook-Seite des Clubs.

Fans des „Djäzz“ werden die Intimität der Kellerräume an der Börsenstraße in der Innenstadt jedoch vermissen. Dort feierten Nachtschwärmer, die gerne abseits des Mainstreams unterwegs sind, seit 2003 bei Partyreihen wie „Burn the City“.

Bands aus der Umgebung stellten ihre neuen Platten auf der kleinen Bühne vor. „Wir werden den alten Keller sehr vermissen – immerhin haben wir dort eine beachtliche Menge an Nächten und ungezählte Stunden mit Menschen und Musik verbracht“, zeigen sich die Macher in ihrer Erklärung auch wehmütig.

Die Beziehung der Verantwortlichen zu ihrer bisherigen Heimat an der Börsenstraße dürfte aber durchaus zwiegespalten sein: Dort hatte es in der Vergangenheit auch immer wieder Probleme gegeben. Nachbarn beschwerten sich zum Beispiel wiederholt über laute Partygäste. Die Folge: Seit 2011 durfte der Club nur dreimal im Monat bis 5 Uhr morgens öffnen.

Die Liste der Punkte, die störten, sei mit der Zeit immer länger und länger geworden und umfasse nicht nur die schwierige Anwohnersituation, den nicht existierenden Stauraum sowie die klimatischen Verhältnisse im Keller, berichteten die „Djäzz“-Verantwortlichen. Mit der Ankündigung des Umzugs wurde auf der Facebook-Seite des „Djäzz“ auch munter über einen neuen Standort spekuliert: Gerüchte über einen Umzug in die leerstehenden Räume des Grammatikoff am Dellplatz dementierten die Entscheider allerdings umgehend. Die Gebag sucht seit Mai einen Mieter für die Immobilie. Die Warmmiete für Kneipe und Saal beträgt allerdings 7416,21 Euro.

Auch wenn der neue Standort des Jazzkellers öffentlich noch nicht bekannt ist und das Rätselraten unter den Nachtschwärmern weitergeht, verkünden die Macher schon jetzt hoffnungsvoll: „Wir freuen uns jedenfalls wie Bolle, wenn wir uns nach der Pandemie alle wiedersehen.“

(mas)