Duisburg: Die Sandburg-Bauer kommen zurück

Duisburg: Die Sandburg-Bauer kommen zurück

Der Landschaftspark-Nord hat zwar viele Attraktionen. Aber nur wenige locken so viele Zuschauer an wie im vergangenen Jahr der (misslungene) Weltrekordversuch im Sandburgenbauen. Im August wird es erneut versucht.

Es war ein echtes Event: Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen wollte im vergangenen Sommer ins "Guinessbuch der Rekorde" mit der höchsten Sandburg weltweit. Spezialisten im Umgang mit diesem Material taten auch ihr Bestes, aber am Ende blieb ihnen nur der Blick auf das mehr als 14 Meter hohes Kunstwerk. Denn den Blicken der strengen Prüfer war nicht entgangen, dass sich zwischen dem Sand Holzbretter verbargen. Die waren zur Stabilisierung eingebaut worden, als das fragile Gebilde zwischenzeitlich zusammenzubrechen drohte. Offenbar waren sie danach nicht komplett wieder entfernt worden. Doch Hilfsmittel dieser Art konnten die Prüfer nicht durchgehen lassen. Auch wenn die Höhe für den Rekord gereicht hätte, er wurde den Duisburgern nicht zugesprochen.

Das Kunstwerk der Carver, so heißen die Sandkünstler, wurde dennoch von den Landschaftspark-Besuchern bestaunt wie ein Weltwunder. Tag für Tag pilgerten Scharen von Neugierigen zu der Baustelle. Innerhalb der dreiwöchigen Arbeiten waren es mehr als 200.000. Der Wettbewerb und der Schlussakt - ohne Rekord - wurden zu einem kleinen Sommermärchen mit Feuerwerk und Unterhaltungsprogramm, für das der Reiseveranstalter sorgte.

Ab dem 8. August wird es eine Neuauflage dieses Events geben. Bis zum 16. August werden verschiedene professionelle Sandburgen-Bauer an einem Kunstwerk basteln, das noch schöner und höher sein wird als das Vorjahresmodell. Am 1. September wird dann im Landschaftspark die Jury erwartet, die nachmisst und prüft, ob es diesmal für einen Weltrekord gereicht hat. In den folgenden drei Wochen will Schauinsland-Reisen das Sandgebilde noch stehen lassen und den Besuchern dort verschiedene Unterhaltungsangebote unterbreiten. Erst am 25 September beginnt der Abbau, der etwa vier Tage in Anspruch nehmen wird.

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Nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr wird wohl diesmal jeder Schritt der Bauarbeiten dokumentiert. Denn wären im vorigen Sommer Videokameras an der Baustelle in Betrieb gewesen, wäre der Aufbau Schritt für Schritt für die Prüfer nachvollziehbar gewesen.

Aktueller Rekordinhaber ist übrigens ein indisches Bauteam. Um dieses vom Thron zu schubsen, müssen diesmal in Duisburg rund 3500 Tonnen Sand zu einem Gebilde mit rund 15 Metern Höhe verarbeitet werden.

(RP)
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