Duisburg: Die Nacht der Tränen

Duisburg : Die Nacht der Tränen

Kein Jubel, kein in den Armenliegen, keine Hupkonzerte. Während die wenigen Spanier in Duisburg eine feurige Nacht feierten, gingen die Deutschen mit hängenden Köpfen nach dem Spiel von den Public-Viewing-Veranstaltungen nach Hause. Duisburg im Schockzustand!

Ach, es hätte doch so schön weden können. Hätte der eingewechselte Toni Kroos wenige Minuten vor dem spanischen Siegtreffer doch nur getroffen...stünden wir vielleicht jetzt im Finale. HÄTTE, WENN und ABER: Deutschland ist raus - und das völlig verdient. In Duisburg war die Trauer über die verpasste Endspielteilnahme dementsprechend riesig. Viele Fans weinten nach dem Spiel, anderen war die Trauer über die Niederlage deutlich ins Gesicht geschrieben.

Am Dellplatz, wo eine Leinwand aufgebaut war und Tausende das Spiel verfolgten, war schon während des Spiels nichts von Jubelstimmung zu sehen. Im Seehaus, an der Kirche in Obermeiderich, in der Eissporthalle und den vielen Kneipen sah es nicht anders aus.

Chaoten zünden Rauchbombe

Stattdessen nur bange Blicke, lange Gesichter und zittrige Hände - die meisten ahnten schon früh, dass das nichts wird gegen diese Spanier. Dennoch hofften alle bis zum Siegtreffer, dass die Deutschen es wenigstens in die Verlängerung schaffen würden - doch Pustekuchen. Tief durchpusten mussten die vielen Deutschen auch nach dem Spiel, als Spanier den Sieg mit einem Autokorso in der Duisburger City feierten. Chaoten zündeten aus Frust über die Niederlage am Dellplatz Sprengkörper und Rauchbomben. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt.

(kats)
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