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Känguru im Zoo Duisburg: Die kleine Nala hat der Fuchs geholt

Känguru im Zoo Duisburg : Die kleine Nala hat der Fuchs geholt

Am Kaiserberg ist die Trauer groß: Kurz vor seinem ersten Geburtstag ist das schneeweiße Känguru vom Fuchs gerissen worden.

Nala war ein Publikumsliebling. Heute wäre die junge Dame ein Jahr alt geworden. Doch am Wochenende hat sich der Fuchs in das eingezäunte Gehege geschlichen und das Beuteltier geschlagen.

Noch rätseln die Zoo-Verantwortlichen, wie er die Absperrungen hat überwinden können, die errichtet wurden, um gerade auch Nala nachts bei Bedarf die Gelegenheit zu geben, den schützenden Stall zu verlassen. Der Zoo hat immer wieder das Problem, dass Füchse vom benachbarten Kaiserberg "zu Besuch" kommen.

Möglicherweise ist ihr die auffällige Fellfarbe zum Verhängnis geworden. "Weißlinge" haben in freier Natur den Nachteil, dass sie für Beutegreifer sehr gut zu erkennen sind. "Albinismus ist eine Sammelbezeichnung für eine angeborene Störung in der Biosynthese der Melanine (Pigmente oder Farbstoffe und der daraus resultierenden helleren Haut-, Haar- und Augenfarbe", erklärt der Duisburger Zoo. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Albino-Känguru das Licht der Welt erblickt, liege nur bei 1:20 000.

Eben weil eine solche Geburt sehr selten ist, war Nala im vorigen Jahr die Sensation am Kaiserberg. Um das Junge entwickelte sich geradezu ein kleiner Hype. Nala bedeutet in der Sprache der australischen Ureinwohner, der Aborigines "Geschenk".

(RP)