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Duisburg: Die Exotik Asiens

Duisburg : Die Exotik Asiens

„Fernöstliche Impressionen“ heißt der Titel einer Ausstellung des Duisburger Künstlers Martin Lehmer in dem asiatischen Fachgeschäft für Innenausstattungen „habitarium“ in Großenbaum.

Bizarre Natur, atemberaubende Landschaften und das Gefühl der Exotik Asiens ein Stück näher zu kommen: Für den Duisburger Künstler Martin Lehmer und seine Frau genügend Gründe sich in chinesische und vietnamesische Gefilde zu wagen, stets auf den Spuren völlig fremder Kulturen. Zurück in Duisburg ist dem Ehepaar nicht nur ein unschätzbarer Fundus abenteuerlicher Geschichten geblieben, sondern auch zahlreiche Skizzenbücher und Aquarelle Martin Lehmers, der sich der künstlerischen Dokumentation seiner Reisen verschrieben hat.

Lehmers derzeitige Kunstausstellung „Fernöstliche Impressionen“ in dem asiatischen Fachgeschäft für Innenausstattungen „habitarium“ in Großenbaum zeigt eine Auswahl von eindrucksvollen Aquarellen, die während einer China- und Vietnamreise entstanden sind.

Den Yangzi, Chinas größter Fluss, noch vor der Flutung durch den umstrittenen Drei-Schluchten-Staudamm zu erkunden, war eines der Hauptanliegen des pensionierten Architekten. Kurzerhand traten er und seine Frau 2001 eine China Rundtour an, inklusive Yangzi-Fahrt und den Zwischenstopps in der Hauptstadt Peking, Wirtschaftszentrum Shanghai, Wuhan, der Heimat der legendären Terrakotta-Armee Xi’an und Chongqing. „Wir haben die toten Städte gesehen“, erinnert sich Lehmer bestürzt und kann bis heute kaum glauben, dass exotische Landschaft und die damals schon umgesiedelten Dörfer nahe des ehemaligen Yangzi-Ufers nunmehr völlig überflutet sind. Seine Aquarelle lassen die legendären „Drei Schluchten“, westlich von Shanghai gelegen, in ihrer ganzen ursprünglichen Pracht noch einmal aufleben. Weiter Flussabwärts erreichten Lehmers die Duisburger Partnerstadt Wuhan. Dort brachte man dem Ehepaar überraschende Freude und Dankbarkeit entgegen, als diese ein Poster Duisburgs zückten und es verschenkten. Zwar fasziniert von den Menschen des asiatischen Kulturkreises, galt Lehmers Hauptaugenmerk jedoch den exotischen Gebäuden. Als ehemaliger Architekt bildet er traditionelle Pagoden, sowie die „große chinesische Mauer“, die sich wie ein Drache durch die Landschaft schlängelt, überaus künstlerisch in seinen Aquarellen ab. So auch in Vietnam, wo eindrucksvolle Bilder unter anderem in Saigon, Hoi An und Da Nang entstanden sind.

Mit Myanmar schon das nächste Reiseziel vor Augen ist ein Ende des „Lehmerschen Reisefiebers“ noch nicht in Sicht.

(RP)