1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Die ersten Fenster sind eingebaut

Duisburg : Die ersten Fenster sind eingebaut

Im Sommer soll der Rohbau des Stadtfensters an der Steinschen Gasse in der Stadtmitte mit der Zentralbibliothek und der Volkshochschule an die Stadt übergeben werden. Die ersten Fensterelemente wurden inzwischen eingebaut.

Immer wieder hatte es in den vergangenen Monaten Verzögerungen gegeben, doch jetzt sind die Fortschritte auf der Innenstadt-Baustelle des Stadtfensters auch äußerlich sichtbar: Entlang der Münzstraße haben Arbeiter unterhalb des Daches mit dem Einbau von Fensterelementen begonnen. "Die Arbeiten auf dem Dach sind weitgehend abgeschlossen", erklärte Eva Katrin Maier, Sprecherin von Fokus Development.

Das Unternehmen hatte wie berichtet das Stadtfenster-Projekt von Multi Development (MD) übernommen. Dabei ist die personelle Kontinuität gewahrt: Neben dem früheren MD-Chef Axel Funke und Eva Katrin Maier sind auch Thomas Kraft als Aufsichtsratsvorsitzender und Andrej Pomtow als Vorstandsmitglied bei Fokus Development in maßgeblicher Position tätig. Sie wollen nun dafür sorgen, dass es an der Großbaustelle nun zügiger vorangehen soll als zuletzt. So ist vorgesehen, dass im Bereich der Volkshochschule Ende Januar /Anfang Februar mit der Montage der großen Fensterfronten begonnen wird.

Im Sommer soll der Rohbau dann so weit fertig sein, dass er im August an die Stadt übergeben werden kann. Der Ausbau wird dann wohl noch einmal so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass mit einer Eröffnung für Bibliotheksnutzer und Besucher der Volkshochschule in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist. Der Ausbau wird allein für den Bereich der Stadtbibliothek rund sechs Millionen Euro kosten. Mehr als eine Million entfällt dabei allein auf die besondere Infrastruktur mit der Einrichtung eins Drahtlosnetzwerkes, Lichtwellenleiter sowie die Anbindung an die städtischen Hauptleitungen. Dazu kommen rund 4,9 Millionen Euro für die Einrichtung. Allein die Umrüstung auf Selbstverbuchungseinrichtung mit der sogenannten RFID-Technik schlägt mit mehr als 700 000 Euro zu Buche. Sicherungsantennen, ein Buchsortier- und Kassenautomat sollen Schlangen an den Ausgabeschaltern vermeiden helfen.

  • Fotos : Fortschritte auf der Baustelle des "Stadtfenster"
  • Jahresrückblick : Das Jahr 2013 in Duisburg - eine Chronik
  • Duisburg : "Wikipedia"-Info in der Zentralbibliothek

Bibliotheksnutzer können dann ihren Büchereiausweis per Barcode einlesen lassen und die Medien dann bei der Ausgabe oder beim Wiederabgeben selbst verbuchen. In der Bezirksbibliothek Rheinhausen beispielsweise läuft dieses Verfahren schon seit einiger Zeit. Trotz des deutlich kleineren Raumangebots wird an der bewähren Bibliotheksstruktur mit Bistro, Veranstaltungsbereich, Kinder- und Jugendbibliothek, Schulmedienzentrum, Historische Buchsammlung sowie Schulungs- und Sozialräumen festgehalten.

Das ursprünglich ebenfalls im Stadtfenster geplante NS-Dokumentationszentrum soll wie berichtet als "Zentrum für Erinnerungskultur" im Kultur- und Stadthistorischen Museum eingerichtet werden. Im Erdgeschoss zur Münzstraße hin ist zudem Einzelhandel vorgesehen. Dabei war auch eine größere Filiale der Drogeriekette Rossmann im Gespräch. Rossmann hat in Duisburg bereits eine Filiale an der Oststraße in Neudorf. Der Konzern mit Sitz in Burgwedel bei Hannover hat deutschlandweit mehr als 1800 Filialen, will auch 2014 expandieren und rund 300 neue Läden eröffnen. 2013 lag der Umsatz bei rund 6,6 Milliarden Euro. Schwerpunkt des Sortiments sind neben Drogerieartikeln auch Lebensmittel und Haushaltswaren.

(RP)