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Duisburg: Die 32 Platanen können nicht stehen bleiben

Duisburg : Die 32 Platanen können nicht stehen bleiben

Das drohende Bürgerbegehren gegen das Fällen von 32 Platanen an der Mercatorstraße scheint die Stadtspitze so zu beunruhigen, dass sie sich am Mittwoch genötigt sah, noch einmal deutlich zu machen, warum die Veränderungen an dieser Stelle in der Innenstadt notwendig sind.

OB Sören Link, Umweltdezernent Krumpholz und Mitarbeiter der Fachverwaltung erläuterten, wie die Gestaltung der Bahnhofsplatte, der Umbau der Mercatorstraße und der des Überganges zur Königstraße und zur Friedrich-Wilhelm-Straße miteinander verzahnt sind.

Vor allem der Bau des Büro- und Geschäftshauses zwischen der Bahnhofsplatte und der (neuen) Mercatorstraße lasse den Erhalt der Bäume nicht zu. Auch die Sicherung der Rettungswege und des Raums für den Öffentlichen Nahverkehr basieren darauf, dass die Platanen fallen. Bekanntlich hat sich aus Teilen der Grünen und der Umweltschutzorganisation BUND eine Gruppe gebildet, die für den Erhalt der Platanen kämpft. Sie wird sich mit der Forderung, alle 32 Bäume stehen zu lassen, aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen können.

Denn zumindest dort, wo das Verwaltungsgebäude stehen soll, müssen sie weichen. Die Initiative soll nun genau definieren, um den Erhalt welcher der Platanen sie kämpft, wurde ihr am Dienstag bei einem Gespräch mit der Verwaltung erörtert. Rund 4000 Unterschriften von Bürgern aus der Innenstadt sind für einen gültigen Bürgerantrag notwendig, für einen Bürgerentscheid die doppelte Zahl. Sören Link betone Mittwoch, dass sich alle, die sich für die Bäume aussprechen, deutlich machen müssten, welche Konsequenzen sich daraus ergeben — sowohl in Bezug auf die Gestaltung der Bahnhofsplatte als auch auf sichere Wegeverbindungen vom Bahnhof in die City.

Dass die Überlegungen scheitern, wenn das Verwaltungsgebäude nicht wie geplant gebaut wird — der bislang einzige interessierte Investor MD steckt angeblich in der Krise — sieht Link nicht. "Für dieses Filetgrundstück wird sich dann ein anderer finden", ist er sicher. Mit der Umgestaltung der heute vier- auf eine zweispurige Mercatorstraße und der Bahnhofsplatte wird laut Förderanträgen frühestens 2015 begonnen.

(hch)