Detlef Steves trainiert in Duisburg für Let's Dance

Dokusoap-Star : Let's Dance: "Deffi" trainiert in Duisburger Tanzschule

Wenn am kommenden Freitag die achte Staffel der Tanzshow "Let's Dance" startet, ist auch der Dokusoap-Star Detlef Steves mit dabei. Gemeinsam mit Profitänzerin Isabel Edvardsson trainiert er in der Tanzschule Paulerberg in Duisburg.

"Ich brauche Schokolade, ohne das geht es nicht" — Detlef Steves ("Deffi") holt eine frische Tafel aus der Tasche und beißt herzhaft ein großes Stück ab. Nervennahrung, bevor das Training beginnen kann. Das kann er sich aber auch erlauben, denn acht Kilo hat er in drei Wochen Training schon verloren. Am kommenden Freitag, 13. März, geht der Dokusoap-Star ("Ab ins Beet", "Detlef muss reisen") gemeinsam mit Profitänzerin Isabel Edvardsson in der Fernsehshow "Let's Dance" (RTL) an den Start. Aktuell bereiten die beiden sich mit täglichem Training in der Tanzschule Paulerberg in Duisburg auf ihren großen Auftritt vor.

"Ich habe immer gedacht, das sieht so einfach aus, das ist so Pussykrempel. Was ist am Tanzen schwer? Das ist ja Puppi", sagt Detlef. "Aber das ist gar nicht so. Die Tänzer lassen es nur so einfach aussehen, wenn sie über die Tanzfläche schweben. Ich habe Kung Fu gemacht und Kickboxen, aber Tanzen ist der männlichste Sport von allen. Ich bin noch nie so an meine Grenzen gestoßen", erzählt er. Sogar in den Fußsohlen habe er Muskelkater. "Ich wusste gar nicht, dass man dort Muskeln hat", sagt er und lacht.

Um sich auf die erste Liveshow vorzubereiten, absolviert jedes der 14 Paare 50 Stunden. Mit welchem Tanz Detlef und Isabel am Freitag die Jury und das Publikum überzeugen wollen, ist noch geheim. Detlef jedenfalls findet "Standard-Latein richtig geil. Da sind tolle Bewegungen drin. Das sieht immer richtig cool aus." Vor langsameren Tänzen hat er da schon mehr Respekt, "weil da der Ausdruck so wichtig ist. Wir sind ja schließlich Mega-Laien, das ist alles schon schwierig".

Sechs Stunden Training stehen für die beiden jetzt täglich auf dem Plan. "In der ersten Stunde habe ich erstmal geguckt, ob bei Detlef überhaupt Rhythmusgefühl da ist und wie er mit den Grundschritten zurechtkommt", berichtet Isabel, denn schließlich hatte ihr neuer Tanzschüler bis auf zwei Ausnahmen für den Dreh von "Detlef muss reisen" noch keinerlei Tanzerfahrung. Und dabei hat die Profitänzerin (mehrfache Deutsche Meisterin in den Standardtänzen, 2007 Gewinn der Europameisterschaft Professional Standard Kür) echte Qualitäten an dem ansonsten eher weniger anmutig wirkenden Tanzneuling entdeckt: "Detlef hat eine unheimlich hohe Energie. Er strahlt so eine Aura aus: "Ich will, ich tanze, ich nutze meinen Körper'. Der hängt sich körperlich richtig rein und hat einen super Ehrgeiz. Dabei setzt er sich manchmal aber auch zu sehr selbst unter Druck", sagt Isabel, die bereits zum siebten Mal in der Show mit dabei ist.

Detlef "Deffi" Steves bei der Ice Bucket Challenge

Was für Detlef am schwierigsten ist? "Man muss ja tausend Sachen koordinieren: Choreografie, Körperspannung, Füße und Beine auf den Punkt, und die Hände dürfen auch nicht machen, was sie wollen", sagt Detlef. Anfangs sind die beiden die Schritte nur abgegangen, dann haben sie die Choreografie getanzt, und später kam auch noch der Ausdruck dazu. "Ich habe immer gedacht, ich stehe, aber dann habe ich beim Blick in den Spiegel gemerkt, dass ich eigentlich eher hänge. Das sah alles so steif aus", sagt Detlef.

Inzwischen macht ihm das Tanzen sogar richtig Spaß: "Musik drückt ja Gefühle aus. Wenn ich jetzt Musik höre, die mich berührt, möchte ich das auch mit Bewegungen weitertransportieren." Doch einfach ist es auch für ihn noch immer nicht. "Ich bin ja auch keine 20 mehr. Heute Morgen hat es beim Pinkeln sogar in meinem Rücken geknackt", sagt er auf die ihm typisch schnodderige Art. "Aber seit ich tanze, habe ich keine Rückenschmerzen mehr!", betont er.

Als größte Konkurrenz bei "Let's Dance" sieht Detlef sich selbst, weil er seinen Ehrgeiz zügeln muss. "Das ist eine tanzende Unterhaltungsshow. Und unterhalten kann ich. Ich möchte, dass die Leute Spaß haben. Und selbst, wenn ich das Ding nicht gewinne, habe ich das Beste für mich herausgeholt — eine neue Erfahrung", findet er. Angst vor Kritikern hat er nicht: "Die Leute, die sich über mich aufregen, haben es schließlich doch angeschaut, und sind unterhalten worden." Für Detlef selbst ist das Ganze einfach eine neue Grenzerfahrung. "Und die Kritiker sollen erst einmal überlegen, ob sie sich selbst immer wieder neuen Grenzsituationen aussetzen würden oder lieber mit dem Hintern zu Hause auf dem Sofa bleiben."

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(RP)
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