Duisburg: Der Schilderwald in Kaldenhausen kann weg

Duisburg : Der Schilderwald in Kaldenhausen kann weg

Über Hinweise, die längst weg können - und noch mehr rund um die Anzeigetafeln.

Reichlich Grünspan hat das Tempo 30-Schild angesetzt, das ein Leser in den sozialen Medien gepostet hat. Der "Schilderwald in Kaldenhausen", so nennt der Mann das Werk, hat nun auch die städtischen Wirtschaftsbetriebe (WBD) beschäftigt. "Das Straßenschild steht auf einer verwilderten Anlage südlich der Rathausallee", so eine Sprecherin. Und weiter: "Es ist wohl noch ein Überbleibsel, das aber dank des Hinweises nun entfernt werden kann." Ein Schilderkataster gibt es für die Stadt noch nicht, das heißt, man könne die Zahl der Straßenschilder nicht genau angeben.

"Wir nehmen an, dass es etwa 70.000 Straßenschilder im Stadtgebiet gibt", so die Sprecherin. Für Homberg und Rheinhausen gebe es keine separaten Angaben. Bei Straßenkontrollen würden sämtliche Schilder regelmäßig überprüft. "Systematisch werden sie nicht ausgetauscht, da der Nutzungszeitraum vom Standort und von der Wichtigkeit abhängt. Der Austausch findet nach Bedarf statt. Dies gilt auch für das Freischneiden und Säubern", so die WBD. Beschwerden über nicht mehr lesbare Schilder gebe es gelegentlich, "gerade Straßennamenschilder haben wir vermehrt ausgetauscht".

Seit Anfang des Jahres sind bei den WBD 137 Hinweise eingegangen. Und wie teuer ist ein Verkehrszeichen, etwa ein Stoppschild? Das Schild selbst kostet laut WBD 60 Euro. Die Montagekosten (altes Schild ab, neues dran) liegen bei 25 Euro.

(RPN)
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