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Duisburg: "Der nordische Ton" in der Gebläsehalle

Duisburg : "Der nordische Ton" in der Gebläsehalle

Sechs der über 60 Konzerte beim Klavier-Festival Ruhr finden im Landschaftspark statt, darunter das Eröffnungskonzert mit dem beliebten Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen.

Das Klavier-Festival Ruhr steigt in diesem Jahr vom 17. April bis zum 4. Juli. Sechs der über 60 Konzerte in 20 Städten, also fast ein Zehntel, finden in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord statt. Der diesjährige Programmschwerpunkt lautet "Der nordische Ton", Anlass ist der 150. Geburtstag des großen finnischen Komponisten Jean Sibelius. Da dieser aber nur wenig für Klavier komponiert hat, wurde der große norwegische Komponist Edvard Grieg mit hinzugenommen - ganz ohne Jubiläum.

Die Ehre des Eröffnungskonzerts gibt uns das beliebte Klavierduo Yaara Tal und Andreas Groethuysen am 17. April um 20 Uhr. Sie beginnen mit drei Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, zwei davon bearbeitet für zwei Klaviere von Grieg. Darauf folgt Griegs eigene erste Suite aus der Schauspielmusik zu Ibsens "Peer Gynt", arrangiert für zwei Klaviere von einem gewissen Richard Simm, und am Ende "Till Eulenspiegels lustige Streiche" op. 28 von Richard Strauss. Für diesen Abend gibt es bereits nur noch Restkarten.

Am 20. April um 20 Uhr, tritt die junge Pianistin Alice Sara Ott zum sechsten Mal nicht nur beim Klavier-Festival Ruhr, sondern auch in der Gebläsehalle auf. Ihr Programm enthält von Ludwig van Beethoven die Sonate Nr. 17 d-Moll op. 31 Nr. 2 "Der Sturm", von Johann Sebastian Bach Fantasie und Fuge a-Moll BWV 944, von Ferruccio Busoni Bachs Chaconne aus der Partita Nr. 2 für Violine solo d-Moll BWV 1004 und von Franz Liszt die drei Notturnos "Liebesträume" sowie die "Six Grand Études de Paganini".

Richtig nordisch wird es dann am 27. April um 20 Uhr. Der finnische Pianist Olli Mustonen spielt zehn Klavierstücke op. 58 von Sibelius, seine eigene Sonate Nr. 1 "Jehkin livana", mit der er an das finnische Nationalinstrument Kanatele erinnert, Griegs Ballade in Form von Variationen über norwegische Melodie g-Moll op. 23 und die elektrisierende Sonate Nr. 6 A-Dur op. 82 von Sergej Prokofjew.

Am 30. Mai kommt dann der Senkrechtstarter Igor Levit mit sämtlichen sechs Partiten von Bach. Dieses Konzert beginnt bereits um 19 Uhr und hat zwei Pausen. Sein Verhältnis zu diesem Komponisten fasst der junge Pianist so zusammen: "Bach, das ist die größtmögliche Liebe."

Auch in diesem Jahr setzt das Klavier-Festival Ruhr sein 2008 begonnenes inklusives Education-Projekt in Marxloh fort und erweitert es. Seit Herbst 2014 setzen sich noch mehr Grundschüler, Förderschüler und Gymnasiasten mit und ohne Migrationshintergrund mit der Musik und Gedankenwelt des vor 70 Jahren gestorbenen großen ungarischen Komponisten, Pädagogen und Volksliedforschers Béla Bartók auseinander. Diesmal gibt es sogar zwei öffentliche Präsentationen der Ergebnisse in Tanz, Musik und Ausstellungen: am 23. und 24. Juni jeweils um 18 Uhr.

Erwähnt werden muss noch zumindest ein Konzert jenseits der Stadtgrenzen. Am 10. Mai um 20 Uhr gibt es im Bottroper Kulturzentrum "August Everding" Werke von Sibelius mit dem finnischen Pianisten Henri Sigfridsson, Professor am Standort Duisburg der Folkwang-Universität der Künste.

Weitere Informationen und Karten gibt es am einfachsten unter www.klavierfestival.de im Internet.

(hod)