Duisburg: Der neue Chef kennt jedes Loch im Rasen

Duisburg: Der neue Chef kennt jedes Loch im Rasen

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lässt Sportdezernent Reinhold Spaniel seinen langjährigen persönlichen Referenten Jürgen Dietz sein neues Amt als Betriebsleiter von DuisburgSport antreten. Damit übernimmt dieser ab April die Nachfolge von Heinz-Gerd Janssen. "Auf der einen Seite bin ich traurig, einen der Besten abgeben zu müssen, auf der anderen Seite ist es gut, eine Vertrauensperson und einen wirklich guten Mann auf dieser Position zu wissen", so Spaniel. Die Ära Janssen sei vorbei, doch mit der Ära Dietz habe man einen vertrauensvollen Allrounder im Sportbereich.

Der 44-jährige ist bereits seit 25 Jahren bei der Stadt Duisburg beschäftigt und konnte in seiner bisherigen Laufbahn eine Menge Querschnittswissen anhäufen. Mit dem Duisburger Sport verbindet ihn selbst eine bewegte Vergangenheit. "Ich habe 14 Jahre lang bei Eintracht und später in Huckingen Fußball gespielt, ich kenne also jedes Rasenloch", sagt er lachend. Auch in Zeiten, in denen die Stadt sparen muss, will er versuchen, den Duisburger Sport weiter voranzutreiben. "Die Finanzlage ist – untertrieben gesagt – eng. Wir müssen durch pfiffige Ideen und gute Konzepte das Beste aus dem machen, was uns zur Verfügung steht." Reinhold Spaniel ist überzeugt, dass Dietz der Aufgabe gewachsen ist. Er hat sich jahrelang mit ihm auf dem Sportplatz gemessen und kommt zu folgendem Schluss: "Er war mein fünfter Referent und der einzige, der mich beim Tennis immer am Rande der Niederlage hatte. Als Sportler weiß ich, wer auf dem Platz alles gibt, der tut das auch im Beruf."

Dass der Duisburger Sport handlungsfähig bleibt, hält Dietz in der angespannten städtischen Haushaltslage für sehr wichtig. "Das ist vor allem auch ein zeitliches Problem", äußert sich Spaniel zur derzeitigen Situation. "Die Vereine brauchen Geld, sie stehen zur Zeit auf dem Schlauch."

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Trotz finanzieller Schwierigkeiten freut sich Dietz auf die neue Herausforderung als Betriebsleiter. "Ich habe mich in vielen Sportarten versucht, mal mehr, mal weniger gut. Eins habe ich aber gelernt: Zu verlieren ist der beste Anreiz, es beim nächsten Mal besser zu machen."

(RP)